Brot mit Benefiz

Bild: KDFB / MISEREOR

"Backen. Teilen. Gutes tun." - Der KDFB startete an Aschermittwoch die Solibrot-Aktion. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart kann man online spenden.

Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) startete am Aschermittwoch seine bundesweite Solibrot-Aktion. Sie steht unter dem Motto „Backen. Teilen. Gutes tun.“. Während der Fastenzeit beteiligen sich zahlreiche KDFB-Gruppen und Bäckereien an dieser großen Solidaritäts-Aktion. Seit 2013 ist MISEREOR, das katholische Werk für Entwicklungszusammenarbeit, der Kooperationspartner des Frauenbundes.

Neu im Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart ist in diesem Jahr die Möglichkeit, online zu spenden durch die „digitale Spendenbox“.

Bäckereien spenden einen Teil des Verkaufserlöses

Bei der Aktion erklären sich Bäckereien bereit, während der Fastenzeit ein so genanntes „Solibrot“ zu verkaufen. Dabei handelt es sich entweder um ein speziell für die Aktion entwickeltes Brot oder um ein Brot aus dem üblichen Sortiment, das mit einem Benefizanteil, z .B. 50 Cent pro Brot, verkauft wird.

Die Kundinnen und Kunden unterstützen durch den Kauf des Brotes ein Projekt zur Förderung von Frauen und Familien in Afrika, Asien oder Lateinamerika. Aus dem Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart beteiligen sich sechs KDFB-Gruppen und mehrere Bäckereien.

Aktion in der Diözese für das Projekt "Indien - Unterstützung von Witwen und ihren Kindern"

Der KDFB-Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart unterstützt im Jahr 2022 mit seiner Beteiligung das Projekt „Indien: Unterstützung von Witwen und ihren Kindern“. Im Mittelpunkt stehen Familien in Indien, die unverschuldet in Not geraten sind. Durch die Umstellung von reiner Subsistenzlandwirtschaft auf Baumwollanbau und ausbleibende Ernten aufgrund des Klimawandels sind viele Familien in eine Schuldenfalle geraten. Der Freitod erscheint Familienvätern häufig als einziger Ausweg, zurück bleiben oft junge Witwen mit kleinen Kindern.

Die folgenden Maßnahmen des Projekts sollen die Frauen und ihre Kinder unterstützen:

  • Psychosoziale Beratung für Witwen und deren Familien
  • Wöchentliche Besuche bei betroffenen Familien zur Unterstützung
  • Bildung von Nachbarschafts- und Selbsthilfegruppen
  • Informationsveranstaltungen zu Sozialprogrammen der Regierung
  • Förderung der Einkommenserzielung für Haushalte mit weiblichen Vorständen.

Seit 2013 findet die jährliche Aktion mit großer Beteiligung in der Fastenzeit statt. Die Solibrot-Aktion ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Frauensolidarität über alle Grenzen hinweg aussehen und was sie bewegen kann, gerade auch in Krisenzeiten. Sie zeigt auch, dass KDFB-Frauen weltweit denken und handeln.

Viele Familien und Frauen in schwierigen Lebensumständen können, getragen von der erfahrenen Solidarität und der Unterstützung, ihre Zukunft wieder in die eigene Hand nehmen und neue Perspektiven für ihr Leben finden.

2021 in der Diözese 5.428,75 Euro gesammelt

Im Jahr 2021 waren zehn Gruppen und Bäckereien in unserem Diözesanverband während der Fastenzeit dabei. Durch den Verkauf der Solibrote sowie durch Spenden kamen 5.428,75 Euro zusammen. Das bundesweite Spendenergebnis ist enorm: 94.097 Euro für Frauenprojekte in Asien, Afrika und Südamerika.

Aus Überzeugung und Solidarität setzt sich der KDFB für gerechtere Lebensbedingungen in den Ländern des Südens ein. Brot ist mehr als ein Nahrungsmittel: es ist Not-Wender und Ausdruck von Frieden und Gerechtigkeit. Wir wollen mitverantwortlich sein für eine lebenswerte Welt. Deshalb beteiligt sich der Frauenbund an der Solibrot-Aktion. Der KDFB hofft auf eine große Beteiligung.

Die Solibrot-Aktion ist Bestandteil der bundesweiten Fastenaktion, die jährlich von MISEREOR durchgeführt wird. Diese steht 2022 unter dem Motto „Es geht! Gerecht.“

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