Kirchenjahr

Handeln wie Nikolaus

Die „Tat.Ort.Nikolaus“-Aktion des Bonifatiuswerkes kann beginnen. Foto: Pia Wittek/Bonifatiuswerk

Bonifatiuswerk unterstützt vier „Tat.Ort.Nikolaus“-Aktionen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Bundesweit sind es 64 „Orte guter Taten“.

In einer Zeit, in der viele Menschen sich nach mehr Miteinander und Zeichen gelebter Solidarität sehnen, lädt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken mit seiner Aktion „Tat.Ort.Nikolaus: Gutes tun – kann jeder.“ dazu ein, selbst aktiv zu werden und Orte guter Taten zu schaffen. Die Aktion macht deutlich: Jede und jeder kann, wie Nikolaus sein und anderen mit kleinen Gesten eine Freude bereiten.
Bundesweit entstehen in diesem Jahr 64 „Orte guter Taten“, an denen sich engagierte Menschen für zentrale christliche Werte wie Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft einsetzen. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart werden mit Unterstützung des Bonifatiuswerkes vier lokale Nikolaus-Initiativen umgesetzt. 

Gemalt, gebastelt oder gezeichnet

Vom 1. bis 6. Dezember sind die Ministrantinnen und Ministranten der Seelsorgeeinheit Neresheim eingeladen, ihre Kreativität zu zeigen: Sie gestalten einen Bischof Nikolaus – gemalt, gebastelt, gezeichnet oder kreativ hergestellt. Als Zeichen der Wertschätzung erhält jede und jeder von ihnen einen Schokonikolaus. Die entstandenen Kunstwerke werden anschließend in den Kirchen aller Teilgemeinden ausgestellt und können dort von der Gemeindebetrachtet und bewertet werden. Aus den drei besten Motiven entstehen Postkarten mit einem Bibelzitat oder einem christlichen Spruch. Zudem bekommen die Siegerinnen und Sieger ihr eigenes Motiv als T-Shirt – eine besondere Erinnerung an die gemeinsame Nikolausaktion

Spielerisch mehr über den Nikolaus erfahren

Unter dem Motto „Der heilige Nikolaus unter der Lupe“ wird ein Pastoralmitarbeiter der Seelsorgeeinheit Neresheim vom 1. bis 5. Dezember alle drei katholischen Kindergärten besuchen. In einer kindgerechten Einheit entdecken die Kinder spielerisch, musikalisch und aktiv, wer der heilige Nikolaus war und wofür er steht. Im Anschluss startet ein Mal- und Bastelwettbewerb, bei dem die Erzieherinnen die Kinder beim Malen, Zeichnen oder Basteln unterstützen. Als kleine Anerkennung für die Teilnahme erhält jedes Kind einen Schokonikolaus. Die entstandenen Kunstwerke werden danach in den Kirchen vor Ort ausgestellt und laden die Gemeinden dazu ein, die kreativen Ergebnisse der Kinder zu bewundern.

Gemeinsam frühstücken in Herrenberg

Die ökumenische Initiative „miteinander–füreinander“, ein Aktionsbündnis aus Kirchen, sozialen Organisationen und der Lokalzeitung Gäubote in Herrenberg organisiert gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde St. Josef & St. Martin Herrenberg seit mehreren Jahren eine besondere Nikolausaktion für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Familien und Einzelpersonen, deren Adressen vom Jobcenter, dem Evangelischen Haus der Diakonie, der Stadt Herrenberg sowie der Kirchengemeinde übermittelt werden, werden in der Adventszeit zu einem gemeinsamen Frühstück am 5. Dezember in das Gemeindehaus der evangelischen Kirche (Erhardtstraße 4, Herrenberg) eingeladen. Bei diesem Begegnungsangebot erhalten die Gäste Gutscheine sowie eine kleine süße Aufmerksamkeit – Erwachsene bekommen eine Packung Süßes, Kinder einen vom Bonifatiuswerk gesponserten Schokonikolaus.

Nikolaus und Rupprecht bei Familien zuhause

Am 5. Dezember besuchen Jugendliche des Konvikts Rottweil gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Rottweiler Kirchengemeinden als Nikolaus und Rupprecht, Familien in Rottweil und Umgebung. Bei diesen Besuchen bringen sie den Kindern das Wirken des heiligen Nikolaus auf spielerische und einfühlsame Weise nahe. Häufig treffen sich dabei mehrere Familien gemeinsam mit Großeltern, singen zusammen und erleben Gemeinschaft, Harmonie und Solidarität. „Die Aktion unterstützt zudem die Jugendlichen des Konvikts in ihrer sozialen und kommunikativen Kompetenz und fördert ihre Teamfähigkeit“, sagt Pfarrer Jürgen Rieger. Als kleine Aufmerksamkeit überreicht der Nikolaus den Kindern einen Schokonikolaus des Bonifatiuswerks.

Jeder kann ein Nikolaus sein

„Wer glaubt, Heldentaten seien nur etwas für Legenden, irrt. Unsere ‚Tat.Ort.Nikolaus-Aktion‘ zeigt: Jeder kann ein Actionheld sein und mit guten Taten echte Veränderungen bewirken. Wir erleben gerade große gesellschaftliche Veränderungen, die viele Menschen verunsichern. In solchen Situationen braucht es Zeichen des Zusammenhalts und der gegenseitigen Unterstützung. Wer sich – wie der heilige Nikolaus in lebendiger christlicher Tradition – für andere einsetzt, bringt Nächstenliebe und Hoffnung in eine Zeit, die beides dringend braucht“, sagt Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen.

Für jeden „Tat.Ort“ stellte das Hilfswerk Schokonikoläuse für Projekte mit karitativer oder diakonischer Ausrichtung zur Verfügung; zusätzlich konnte ein Sachkostenzuschuss beantragt werden. Bereits zum sechsten Mal führt das Bonifatiuswerk diese Aktion durch. In den vergangenen fünf Jahren entstanden so fast 400 Orte guter Taten.

Die Aktion „Tat.Ort.Nikolaus“ ist Teil der bundesweit bekannten Initiative „Weihnachtsmannfreie Zone“, die das Bonifatiuswerk bereits vor mehr als 20 Jahren ins Leben gerufen hat.Ihr Ziel ist es, den heiligen Nikolaus mit seinen christlichen Werten wieder stärker in den gesellschaftlichen Blick zu rücken. Prominente Unterstützung erhält die Nikolausaktion neben Udo Lindenberg, der eigens für diese Aktion einen Nikolaus gemalt hat, auch von Maite Kelly. Als langjährige Botschafterin der Aktion setzt sich die Künstlerin immer wieder für Werte wie Menschlichkeit und Nächstenliebe ein. In diesem Zusammenhang betont sie: „Die Legenden besagen, dass der heilige Nikolaus ein echt guter Mensch war. Echtheit, Gütigkeit und die Bedeutsamkeit, menschlich zu sein, sind aktueller denn je. Ohne eine Kette aneinanderhaltender guter, echter Menschen droht diese Welt zu verdunkeln. Wir brauchen einander – in echter Menschlichkeit, in echter Heiligkeit.“

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