„Alte Heimat – neue Heimat“ lautet das diesjährige Motto des alle zwei Jahre bundesweit stattfindenden Tags der Archive, in dessen Rahmen das Diözesanarchiv in Rottenburg am Samstag, 7. März, eine Ausstellung zur Integration der Heimatvertriebenen nach 1945 in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zeigt. Geöffnet ist die Ausstellung von 11 bis 17 Uhr im Foyer des Bischöflichen Ordinariats.
Durch die Heimatvertriebenen geprägt
Die Diözese wurde in der Nachkriegszeit auch ganz wesentlich durch die Heimatvertriebenen geprägt. Diese brachten neben Traditionen und persönlichen Geschichten aus der alten Heimat auch viel Engagement bei der Gestaltung der neuen Heimat mit. „So schlagen die ausgestellten Originaldokumente und Fotografien einen Bogen von Veranstaltungen wie Wallfahrten und Zeltlagern über Anlaufstellen für das Lebensnotwendige wie die Caritas bis hin zur Schaffung neuer Seelsorgeräume durch den Bau einfachster Notkirchen in der Diaspora“, sagt Angela Erbacher, Leiterin des Diözesanarchivs. Auch die andauernde Verbundenheit mit der alten Heimat solle in der Ausstellung greifbar werden, und es geht um Fragen wie: Was bedeutete es damals, vertrieben und auf der Flucht zu sein? Wie wurde man in der neuen, fremden Heimat aufgenommen? Und: Was brachte man aus der alten Heimat mit und wie blieb man ihr verbunden?
Weitere Aktionen
Anlässlich des „Tags der Archive“ lädt das Diözesanarchiv in Rottenburg auch zu weiteren Aktionen ein: Jeweils um 13 und 16 Uhr gibt es Führungen durch die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Archivmagazine mit einer kleinen Archivalienschau. Treffpunkt ist jeweils das Foyer des Bischöflichen Ordinariats, Obere Gasse 6, in Rottenburg. Außerdem wird die Bischof-Sproll-Gedenkstätte im Bischöflichen Ordinariat an dem Tag der Öffentlichkeit zugänglich sein, und es gibt dort eine Führung um 14.30 Uhr, teilt Erbacher mit.




