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Heinrich Klöpping feiert 50. Jahrestag seiner Priesterweihe

Heinrich Klöpping

Heinrich Klöpping begeht den 50. Jahrestag seiner Priesterweihe. Foto: DRS/Guzy

Als Seelsorger wirkte er lange Zeit im Bottwartal. Und auch heute wohnt er nicht weit entfernt von seiner einstigen Gemeinde.

Früher habe er sich über Pfarrer lustig gemacht, die lange an einem Ort bleiben, erklärt Heinrich Klöpping die Pointe seines Priesterlebens. Denn als er 2016 in den Ruhestand trat, kam er selbst auf 40 Seelsorgejahre an einem Ort.

Dabei hatte Klöpping in jungen Jahren zunächst einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Im Jahr 1945 in Weinsberg im Landkreis Heilbronn als jüngstes von fünf Kindern geboren, verbrachte er jede freie Zeit in der Gärtnerei seines Vaters. „In der Baumschule meines Vaters habe ich viel gelernt“, sagt Klöpping. Mit großer Geduld habe sein Vater seine Fragen beantwortet.

Nach der Schulzeit in Weinsberg startete Klöpping mit seinen nicht erschöpften Fragen eine Lehre als Chemielaborant bei BASF in Ludwigshafen, obwohl seine Klassenkameraden immer gesagt hätten, er werde Pfarrer. Doch auch die Chemie konnte nicht alle Antworten liefern. Die Fragen hörten bei Klöpping nicht auf.

Primiz mit besonderer Bedeutung

So wechselte er ins damalige Spätberufenenseminar Collegium Ambrosianum in Stuttgart-Sommerrain und studierte von 1966 bis 1971 katholische Theologie in Tübingen. Die Aufbruchstimmung des Zweiten Vatikanischen Konzils sei auch Motivation gewesen.

Nach der Weihe zum Diakon war Klöpping Diakon in Rottenburg. Am 7. April 1973 folgte die Priesterweihe im Dom in Rottenburg. Die Primizfeier in seiner Heimatgemeinde Weinsberg sei dort die erste Primiz seit der Reformationszeit gewesen, berichtet Klöpping.

Nach drei Jahren als Vikar in Stuttgart St. Eberhard wurde Klöpping im Jahr 1976 Pfarrer in St. Pius X. Großbottwar – und damit dort der erste ständige katholische Pfarrer seit der Reformation, wie Klöpping wiederum auf eine geschichtliche Besonderheit hinweist. Später war Klöpping Pfarrer der aus den Gemeinden St. Pius X. Großbottwar und Heilig Geist Steinheim neu gebildeten Seelsorgeeinheit Bottwartal. Von 1994 bis 2001 übernahm er zugleich als Dekan Leitungsverantwortung im Dekanat Ludwigsburg. Das Bottwartal verließ er erst mit dem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2016.

Engagement für pensionierte Priester

Der heute 77-Jährige wohnt aber nur rund 20 Kilometer entfernt in Untergruppenbach-Donnbronn im Nachbardekanat Heilbronn-Neckarsulm. Als Pensionärsbeauftragter organisiert er alle paar Wochen Treffen für die pensionierten Priester im Dekanat. Gleich nach dem Eintritt in den Ruhestand übernahm Klöpping außerdem von 2016 bis 2020 die Aufgabe als Diözesanpräses des Mesnerverbandes.

Als Ruhestandspriester feiert er im Wechsel die Vorabendmessen in Untergruppenbach, Abstatt und Ilsfeld. Als Pfarrer sei es ihm immer wichtig gewesen, den Menschen nahezubringen, dass „Glaube eine wesentliche Lebenshilfe“ sei, sagt Klöpping. Er genieße es, Zeit zu haben, sich nun in Ruhe mit Theologie und den Evangeliumstexten beschäftigen zu können. Denn diese erschlössen sich jedes Mal neu, sagt Klöpping, der jede Predigt frei hält.

Da der 50. Jahrestag seiner Priesterweihe auf Karfreitag fällt, ist der Festgottesdienst anlässlich des Jubiläums erst nach Ostern für Sonntag, 30. April, in Untergruppenbach geplant.

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