Während in Deutschland Fachkräfte fehlen, hat Kamerun ein anderes Problem: Das Land ist sehr jung – der Altersdurchschnitt liegt bei 18 Jahren – doch Arbeit gibt es kaum. Besonders deutlich wird das in Douala. Die größte Stadt Kameruns mit rund fünf Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern zieht junge Menschen aus dem ganzen Land an, die hier auf Arbeit hoffen.
Doch in der Küstenstadt ist die Arbeitslosigkeit hoch: Von der jungen Gesamtbevölkerung sind weit über 80 Prozent im informellen Sektor oder gar nicht beschäftigt. Das heißt, dass die meisten sich mit Gelegenheitsjobs durchschlagen und in Armut leben müssen. Der Misereor-Projektpartner CODAS Caritas Douala (Le Comité Diocésain des Activités Sociales Caritas de l’Archidiocèse de Douala) bietet verschiedene Maßnahmen an, um den jungen Menschen berufliche Perspektiven und eine selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen.
Direktor Léon Yanda war im Rahmen der Misereor-Fastenaktion einige Tage in Deutschland und auch in unserer Diözese unterwegs, um mit Schulklassen über das Projekt zu sprechen und auf die Situation in Kamerun aufmerksam zu machen. Im Interview berichtet er davon, wieso die Situation für die Jugendlichen so prekär ist, wie sein Team sie unterstützt und was ihn besonders motiviert.












