Initiative

Ideen für die Ackermannsiedlung

Präsentation der ersten Ergebnisse

Dr. Stephanie Goeke (links), Professorin für Theorie und Praxis Sozialer Arbeit an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg, stellt mit Studierenden die Quartiersanalyse vor. Foto: DRS/ Guzy

Studierende erforschen die sozialen Beziehungen im Quartier rund um die Kirche St. Stephan.

Wie sehen Kinder, Jugendliche, Erwachsene sowie Seniorinnen und Senioren die Ackermannsiedlung? Wie nutzen sie diesen nachbarschaftlichen Raum und welche Ideen haben sie? Diesen Fragen sind zwölf Studierende der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg in einem Forschungsprojekt nachgegangen. Die ersten Ergebnisse konnten sie nun im Gemeindesaal von St. Stephan präsentieren.

Die Ackermannsiedlung in Bretzfeld entstand nach dem Zweiten Weltkrieg als Siedlung der Heimatvertriebenen. Im Jahr 1956 wurde die katholische Kirche St. Stephan geweiht. In ihrer Nachbarschaft befinden sich der katholische Kindergarten St. Martin und der Sitz der Pfadfinder. Gegenüber der Kirche gibt es außerdem eine Einrichtung für betreutes Wohnen.

Kinder zeigen ihr Quartier

Aus dieser Nähe zueinander wuchs die Frage nach gemeinsamen Möglichkeiten. Oder: „Wie stellen wir uns für die Zukunft auf?“, wie Pfarrer Helmut Nohanowitsch formulierte. Um das herauszufinden, waren die Studierenden zum Beispiel mit Kindergartenkindern im Quartier unterwegs, wie Vivien Schneider die wissenschaftliche Vorgehensweise erklärte. Sie und ihr Team erfuhren dabei, dass der Spielplatz als nicht attraktiv bewertet wird. Außerdem kam eine ungenutzte Fläche zwischen dem Kindergarten und der Senioreneinrichtung in den Blick, die als Begegnungsort für die unterschiedlichen Generationen dienen könnte.

Andere Mitglieder der studentischen Forschungsgruppe wandten sich Jugendlichen, Erwachsenen sowie Seniorinnen und Senioren zu. Die jungen Leute orientieren sich demnach über das Quartier hinaus. Es gebe aber ein Interesse der Jugendlichen und den Wunsch nach Partizipation. Die Erwachsenen hätten gern einen Ansprechpartner für das Quartier.

Nachbarschaftshilfe als Wunsch

Letzteres führte nach der Präsentation direkt zu der Diskussion, wie es weitergehen soll. Es brauche „Akteure guten Willens“, sagte Dr. Stephanie Goeke. Die Professorin für Theorie und Praxis Sozialer Arbeit an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg betreut die Studierendengruppe.

Vor der Präsentation konnten die Besucherinnen und Besucher Zettel in verschiedene Boxen werfen, um schon einmal anzudeuten, welche Form von Nachbarschaftshilfe sie anbieten oder nutzen würden. Das war als Ausblick auf die mögliche weitere Entwicklung im Quartier gedacht. Für alle Interessierten gab es außerdem bei Bewirtung durch die Pfadfinder Gelegenheit zu Austausch und Begegnung im Freien, bevor es zur Präsentation in den Gemeindesaal ging.

„Eine gute Nachbarschaft ist für ein gelingendes Miteinander wichtig“, sagte Stefan Susset von der Caritas Heilbronn-Hohenlohe. Die Caritas hatte zusammen mit der Kirchengemeinde St. Stephan und in Kooperation mit der Gemeinde Bretzfeld die Forschungsarbeit bei der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg beauftragt. Das Miteinander der Generationen zu stärken, bildete dabei den Leitgedanken.

Alles, was die Studierenden dazu erarbeitet haben, wird nun in einem ausführlichen Forschungsbericht zusammengestellt. Er wird im September übergeben.

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