Gebäude

Im Galopp zum neuen Kindergarten

Pfarrer Paul Raj Mariapushpam segnete die neuen Räume des Kinder- und Familienzentrums St. Koloman. Einrichtungsleiterin Dorothee Weseloh (von rechts), Lukas Gundling, neuer Vorsitzender des Katholischen Kindergartenverbunds im Herzen der Stauferregion, Geschäftsfüher Klaus Knödler sowie Mitarbeitende und Ehrenamtliche freuten sich über die gelungene Eröffnungsfeier. Foto: drs/Jerabek

Eröffnungsfeier in Wetzgau: Ein starkes Signal für die Kooperation von Kommune und Kirche ist der Neubau des Kinder- und Familienzentrums St. Koloman.

Der heilige Koloman ist Patron des Viehs, der Pferde und auch der kleinen Dorfkirche in Wetzgau. Auch das katholische Kinder- und Familienzentrum Wetzgau trägt den Namen des aus Irland stammenden Pferde- und Viehpatrons. Sozusagen im Galopp – um im Bild zu bleiben – ist in dem Gmünder Stadtteil ein neues Gebäude für den künftig sechsgruppigen Kindergarten entstanden. Die acht Monate zwischen Spatenstich und Einweihung seien „eine bemerkenswert kurze Bauzeit“, sagte Oberbürgermeister Richard Arnold bei der kleinen Einweihungsfeier und dankte allen Verantwortlichen für die schnelle und unkomplizierte Umsetzung. Die Eröffnung stelle einen Meilenstein für den Ausbau des Betreuungsangebots im Stadtteil Rehnenhof/Wetzgau dar.

Kirche, Kommune und Verein kooperieren

Vorzeigecharakter hat das Projekt aber auch mit Blick auf die gute Zusammenarbeit von Kommune, Kirche und auch Vereinswesen, wie Klaus Knödler, Geschäftsführer von „Kinder in der Mitte – Katholischer Kindergartenverbund im Herzen der Stauferregion“, unterstreicht. Nachdem das bisherige Gebäude nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren war, hat die Stadt rund drei Millionen Euro für die Errichtung eines neuen Zuhauses für das Kinder- und Familienzentrum St. Koloman investiert und in diesem Zuge auch das Angebot wohnortnaher Betreuungsplätze von vier auf sechs Gruppen und von 100 auf bis zu 132 Plätze erhöht.

In Systembauweise schneller ans Ziel

Das neue Gebäude wurde in Systembauweise aus vorgefertigten und teilausgebauten Stahlrahmen-Modulen errichtet und mit einer gedämmten Holzfassade verkleidet. Beheizt wird es über eine Solewärmepumpe in Kombination mit Niedrigenergieheizkörpern mit Lüftern. Südlich des L-förmigen Gebäudes mit einer Fläche von insgesamt 1098 Quadratmetern (inklusive überdachter Terrasse) haben die Kinder einen 1700 Quadratmeter großen Spielgarten zur Verfügung.

Kirche leistet wichtigen Beitrag

Bewährter Träger der Einrichtung bleibt der katholische Kindergartenverbund, der insgesamt 23 Kindergärten in und um Schwäbisch Gmünd verwaltet. Auch in haushalterisch schwierigen Zeiten sei es unverzichtbar, dass die Kirche aktive Trägerin von Kindergärten bleibt und damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Wohl der Kinder, ihrer Eltern und des Sozialraums leistet, sondern auch ihrem pastoralen Auftrag gerecht wird, betont Knödler, der das Katholische Verwaltungszentrum Schwäbisch Gmünd leitet. Fast 190 Einrichtungen in der ganzen Diözese Rottenburg-Stuttgart funktionieren problemlos nach dem partnerschaftlichen Modell, bei dem die Kirchengemeinde oder der Verbund Träger des Kindergartens, aber nicht Eigentümer des Gebäudes ist.

Ein Stück „Kirche im Alltag“

Dass das Kinder- und Familienzentrum St. Koloman weiterhin auf dem Fundament christlicher Grundwerte pädagogisch arbeiten kann, freut auch Leiterin Dorothee Weseloh. Die Einrichtung wird bei der Entwicklung pastoraler Konzepte sowohl von der Kirchengemeinde St. Maria als auch von einer Mitarbeiterin des Kindergartenverbunds unterstützt. Auf diese Weise hätten die Kinder die oftmals einmalige Gelegenheit, ein Stück „Kirche im Alltag“ zu erleben, sagte Alexander Trautmann, gewählter Vorsitzender des Kirchengemeinderats, bei der Eröffnungsfeier. Nach den Worten von Thomas Krieg, Gründungsvorsitzender des Kindergartenverbunds, sind die Kindergärten oft die einzigen Berührungspunkte von Kirche mit jungen Familien.

Eine bewährte Partnerschaft pflegt das Kinder- und Familienzentrum auch mit dem Turnverein Wetzgau: In der benachbarten Turnhalle dürfen die Kinder turnen und tanzen.

Segen und Süßigkeiten zur Eröffnung

Allen Grund zum Tanzen und Gute-Laune-haben hatten die Kinder schon bei der Eröffnungsfeier. Mit ihrem fröhlichen Gesang animierten sie auch die Erwachsenen zum Mitmachen. Nachdem Pfarrer Paul Raj Mariapushpam den Segen Gottes für die Kinder, alle pädagogischen Fachkräfte, alle Eltern und Geschwisterkinder erbeten und die neuen Räume mit Weihwasser besprengt hatte, gab es Geschenke: Spielmaterial und Süßigkeiten. Für die Kirchengemeinde machte Alexander Trautmann außerdem eine Ankündigung: Im Frühjahr, wenn die Außenanlage vollends fertig ist, sollen – in Anlehnung an das Patronat von St. Koloman – Pferde auf der Wiese um den Kindergarten einziehen. Aus Holz. 

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