Ruf und Rat

In allen Notlagen ein offenes Ohr

Symbolbild: iStock.com/AND-ONE

Die Telefonseelsorge "Ruf und Rat" schult Ehrenamtliche. Ein Informationsabend ist am Donnerstag, 10. November, um 18 Uhr in Stuttgart.

Die katholische Telefonseelsorge Ruf und Rat in Stuttgart sucht ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Interessierte können sich am Donnerstag, 10. November, von 18 bis 19.30 Uhr im Rupert-Mayer-Haus (Hospitalstraße 26) über die kostenlose einjährige Ausbildung informieren, die im März 2023 beginnt. Die Ausbildung ist Voraussetzung dafür, als Telefonseelsorger/in Dienst zu tun und Menschen in ihren Notlagen zu helfen.  

Einsamkeit, Depressionen und Ängste sind die häufigsten Themen, mit denen sich Menschen an die Telefonseelsorge wenden. Im Moment kommen der Ukrainekrieg, die Inflation und die damit verbundenen gestiegenen Preise hinzu. Bei der Telefonseelsorge Ruf und Rat finden Menschen mit all ihren Notlagen ein offenes Ohr, Tag und Nacht, an 365 Tagen im Jahr.

Möglich macht dies der Einsatz vieler Frauen und Männer, die ehrenamtlich Dienst am Telefon tun. Die Ehrenamtlichen hören zu, gehen auf die Anrufenden ein, verstehen ihre Nöte und müssen diese auch aushalten. Hierbei ist Einfühlungsvermögen, aber auch Abgrenzung nötig. "Nähe und Distanz müssen immer wieder ausbalanciert werden. Deshalb ist als Vorbereitung eine gute Ausbildung unabdingbar", sagt Bernd Müller, der stellvertretende Leiter der Telefonseelsorge Ruf und Rat in Stuttgart.

Nächste Ausbildung startet im März 2023

Die Ausbildung, die insgesamt rund 150 Stunden umfasst, beginnt im März 2023 und verteilt sich auf einzelne Wochenenden und regelmäßige Gruppenabende. Das Auftaktwochenende findet am Samstag und Sonntag, 25. und 26. März statt. Es schließen sich Gruppenabende jeweils an den Dienstagen an.

"Durch Selbsterfahrung und zahlreiche Trainingseinheiten können die Ehrenamtlichen an Einfühlungsvermögen, Phantasie und innerer Beweglichkeit gewinnen und zwar für die Beratungstätigkeit am Telefon gleichermaßen wie für alle übrigen Lebens- und Beziehungsbereiche", so Bernd Müller. Ziel der Ausbildung ist, dass die Ehrenamtlichen einfühlend und wertschätzend kommunizieren. Während der Ausbildung lernen sie verschiedene Methoden kennen, um Gespräche entsprechend zu gestalten. Sie lernen auch, sich von einer Minute auf die andere auf ein neues Gegenüber einzustellen. Teil der Ausbildung sind auch Themen wie Angst, Depression, Trauer, Alter, Suizidalität und psychiatrische Krankheitsbilder.

Einblick in Ausbildung und Arbeit der Telefonseelsorge

Bei dem Informationsabend am 10. November erhalten Interessierte Einblick in die Ausbildung und die Arbeit der Telefonseelsorge. Weitere Informationen zur Ausbildung finden sich auf der Homepage von Ruf und Rat unter www.ruf-und-rat.de sowie und auf www.youtube.com unter Telefonseelsorge Ruf und Rat. Wer Interesse an einer Ausbildung hat, kann sich auch direkt bei Bernd Müller melden unter mueller@ruf-und-rat.de

In ganz Deutschland arbeiten rund 7500 Frauen und Männer ehrenamtlich an 104 Standorten für die Telefonseelsorge Ruf und Rat. In Stuttgart engagieren sich derzeit 65 Menschen bei der katholischen Telefonseelorge.

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