In alle Welt verscherbelt und zu Geld gemacht haben viele weltliche Herren die Bibliotheken und Sakralgegenstände, die ihnen zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Zuge der Säkularisation zufielen. Nicht so in Isny im Allgäu. Mit viel ehrenamtlichem Engagement stellten Mitglieder der katholischen Seelsorgeeinheit und der Arbeitsgemeinschaft (AG) Heimatpflege nun am vergangenen Sonntag die barocken Schätze aus, die sonst in der Sakristei der Stadtpfarrkirche St. Georg und Jakobus schlummern. Rudolf Daumann, Sprecher der AG Heimatpflege, nannte sie bei seiner Begrüßung nicht ohne Grund „die schönste Rokokokirche des Westallgäus“. Gut 40 interessierte Besucher waren am Tag des offenen Denkmals kurz vor Mittag in die ehemalige Klosterkirche der Benediktiner gekommen, zur ersten von mehreren Führungen.
Im Mittelgang und im Chorraum der Kirche hatten die Ehrenamtlichen der AG Heimatpflege über speziellen Gestellen edle liturgische Gewänder aufgehängt und auf einer Tafel wertvolles Kirchengerät aufgebaut. Nachdem die Zuhörer auch von Annette Steybe und Kirchengemeinderat Rainer Leuchtle begrüßt worden waren, übernahm Petra Frey von der Heimatpflege die Führung. Schnell wurde klar, dass die auch als Stadt- und Kirchenführerin aktive ehrenamtlich Tätige genau die Richtige ist, einem diese Schätze und ihre Bedeutung näherzubringen. In den letzten Jahren hat sie die Textilien und Goldschmiedearbeiten des Isnyer Kirchenschatzes akribisch inventarisiert und dabei viel Spannendes herausgefunden.







