Die Frühjahrskonferenz der Dekane und ihrer Stellvertreter mit der Diözesanleitung hat sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig mit dem diözesanen Entwicklungsprozess „Kirche der Zukunft“ beschäftigt.
„Heute steigen wir auch in diesem Gremium in die Phase der Umschreibung der Raumschaften ein“, sagte Weihbischof Matthäus Karrer, Leiter der Hauptabteilung „Pastorale Konzeption“ im Bischöflichen Ordinariat, zu Beginn der Tagung mit rund 50 Teilnehmenden im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart.
In den Dekanaten werden nach den grundlegenden Voten des Diözesanrats vom November bis zum 7. Mai dieses Jahres erste Vorschläge für die neuen Raumschaften erarbeitet. Diese sollen dann in einem gemeinsamen Studientag der Dekane, Dekanatsreferent:innen und Leitungen der Verwaltungszentren beraten werden.
Barbara Strifler, Mitglied der Prozess-Projektleitung (PPL) betonte, dass bei dem Studientag am 7. Mai keine fertigen Konzepte von den Dekanaten erwartet werden, sondern erste Vorschläge. Ziel sei es, dass der Diözesanrat in seiner Novembersitzung ein Votum zu den neuumschriebenen Raumschaften abgeben könne. „Wenn der Bischof diese Voten annimmt, treten wir ab 2027 in die Phase der Bildung der neuen Raumschaften ein“, so Barbara Strifler weiter. Für die Bildung der neuen Raumschaften sei ein Zeitraum von zwei bis drei Jahren vorgesehen.
Gelingende Motivation von Ehrenamtlichen im Entwicklungsprozess
In der folgenden Aussprache berichteten die Dekane in einem Stimmungsbild aus den Gemeinden von Verunsicherung, Unsicherheit und Angst vor der Veränderung, aber auch von Aufbruchstimmung, Zuversicht und Freude an der Veränderung. Ein Punkt war auch die Frage, wie im laufenden Entwicklungsprozess die Motivation von Ehrenamtlichen gelingen könne. „Wir müssen jetzt schon das Engagement für den künftigen Kirchort stark machen. An diesen Orten wird weiterhin das Gemeindeleben so wie wir es kennen, stattfinden“, sagte Weihbischof Matthäus Karrer. Die neu entstehende Kirchengemeinde als rechtliches Konstrukt sei dagegen eher vergleichbar mit kommunalen Strukturen.



