Das Bild eines Drittklässlers der Grundschule in Amrichshausen schafft es hoch hinaus. Kinder aus dem Ort lassen sein Motiv, das den Hauptaltar der Dorfkirche zeigt, im Beisein von Bischof Dr. Klaus Krämer als Postkarten an Luftballons in die Höhe steigen. Es soll ein „Gruß aus Amrichshausen in die weite Welt sein“, sagt Pfarrer Adrian Warzecha (Seelsorgeeinheit Künzelsau). Die Karten weisen zugleich auf das Jubiläum der Kirche Mariä Geburt hin.
Sie wurde vor 400 Jahren unter dem Würzburger Fürstbischof Philipp Adolf von Ehrenberg geweiht. Das feiert die Kirchengemeinde mit einem Fest für das ganze Dorf. Nachdem an den Vortagen ein Gottesdienst mit Weihe der restaurierten Kirchenfahnen, eine feierliche Anbetungsstunde und ein musikalisches Abendlob mit der St. Paulus Band im farblich illuminierten Kirchenraum stattgefunden haben, leitet ein Festgottesdienst mit Bischof Krämer die Hauptfeier am Sonntag ein.
Von der Kirchengeschichte zu heutigen Herausforderungen
„Die Kirche gründet auf dem Glauben der Apostel“, sagt Krämer. In seiner Predigt nimmt er Bezug auf das Christusbekenntnis des Apostels Petrus: Laut Matthäus-Evangelium fragt Jesus seine Jünger, für wen sie ihn halten. Darauf bekennt Petrus, dass Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes ist. Die Grundfrage sei, für wen hielten die Menschen heute Christus, sagt der Bischof.
Er blickt auch auf die Geschichte der Kirche Mariä Geburt: Als sie geweiht wurde, sei der Dreißigjährige Krieg noch nicht zu Ende gewesen. Die Kirche habe Höhen und Tiefen erlebt. „So stehen auch wir vor Herausforderungen“, erklärt der Bischof und schlägt den Bogen zu den aktuellen Zukunftsprozessen in der Diözese. Den Menschen dienen zu wollen, sei dabei der wichtigste Auftrag der Kirche.









