Bei der Mitgliederversammlung des Dachverbands Katholische Erwachsenenbildung in der Diözese Rottenburg Stuttgart (keb DRS) galt es, Abschied zu nehmen von Gabriele Pennekamp, die die Erwachsenenbildung in der Diözese über Jahrzehnte hinweg geprägt hat.
Ordinariatsrätin Karin Schieszl-Rathgeb, Leiterin der Hauptabteilung „Kirche und Gesellschaft“ im Bischöflichen Ordinariat, unter deren Dach die keb DRS firmiert, überbrachte den Dank von Bischof Dr. Klaus Krämer und dankte der aus dem Amt scheidenden Vorsitzenden der keb DRS auch ganz persönlich: „Danke für Ihren langen Atem, Ihre Klugheit, Ihre Überzeugungskraft – und dafür, wie kraftvoll und nachhaltig Sie die katholische Erwachsenenbildung über Jahrzehnte mitgeprägt und weiterentwickelt haben.“
Grande Dame der Erwachsenenbildung
Beim Rückblick auf das rund vier Jahrzehnte währende ehrenamtliche Engagement von Pennekamp – davon 32 Jahre als Vorständin und 20 Jahre als Vorsitzende der keb DRS – „sprechen wir nicht nur von Zahlen und Funktionen. Wir sprechen von einem gelebten Bildungsauftrag, von einem feinen politischen Gespür, einem tiefen kulturellen Bewusstsein – und von einer Frau, die Bildung stets als gesellschaftliche, als spirituelle und als demokratische Kraft verstanden und vorangebracht hat“, hob Schieszl-Rathgeb hervor. „Für mich persönlich sind Sie mit Fug und Recht das, was man eine Grande Dame der Erwachsenenbildung nennen darf."
Ungebrochene Leidenschaft für Bildungsarbeit
Dass Pennekamp in den vergangenen Jahrzehnten Prozesse nicht nur begleitet, sondern aktiv mitgestaltet hat, hänge auch mit ihrer Berufung als Person des öffentlichen Lebens durch den Bischof in den Diözesanrat zusammen – einem Amt, das sie seit 2007 über drei Amtsperioden hinweg „mit beeindruckender Klarheit und Kontinuität“ ausgeübt habe. Immer wieder habe sie – auch in ihrer Funktion als Vorsitzende des Diözesanausschusses „Bildung und Kultur“ – in diesem wichtigen Gremium unbeirrt und leidenschaftlich dafür geworben, wie bedeutsam Erwachsenenbildung für Kirche und Gesellschaft ist, sagte Schieszl-Rathgeb und setzte hinzu: „Und bis heute ist es Ihnen ein Dorn im Auge, dass die katholische Erwachsenenbildung im Diözesanrat nicht mit Sitz und Stimme vertreten ist. Auch darin zeigt sich Ihr feines Gespür für Gerechtigkeit und Ihre ungebrochene Leidenschaft für Bildungsarbeit.“
Aus dem Diözesanrat überbrachten dessen Sprecher Dr. Johannes Warmbrunn und Veronika Rais-Wehrstein, Beisitzerin im Präsidium des Diözesanrats, der scheidenden Vorsitzenden herzliche Grüße. Gabriele Pennekamp sei ein Gewinn für die Gemeinschaft im Diözesanrat gewesen und habe vorbildlich in dem Gremium gewirkt, so Warmbrunn. „Mit deiner freundlichen, menschlich gewinnenden Art und Deiner klaren Haltung hast Du mit deinen Beiträgen viel Sympathie und Wertschätzung in unserer Mitte erfahren“, hielt er fest.
Sehr engagierten Leiterinnen und Leiter vor Ort
Anlässlich ihrer Verdienste um die Katholische Erwachsenenbildung überreichte Suzan Bacher, die die Nachfolge von Pennekamp als Vorsitzende antrat, Gabriele Pennekamp im Anschluss die Ehrenmitgliedschaft-Urkunde.
In ihrer eigenen Abschiedsrede betonte Pennekamp die, wie sie sagte, immer sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sie erlebt habe. „Ich bin mit vielen spannenden Themen, Herausforderungen und auch Problemen konfrontiert worden, aber auch mit faszinierenden Referenten und ich durfte erleben, wie Bildung Menschen verändert, wie sie Türen öffnet, Selbstvertrauen stärkt, Horizonte erweitert und vor allem dialogfähig macht.“ Mit Stolz verwies Pennekamp darauf, dass die Angebote der keb sehr gefragt seien, wie dies die Teilnahmezahlen belegten. Dies sei das Ergebnis der vielen guten und sehr engagierten Leiterinnen und Leiter vor Ort, betonte sie. Für sie selbst sei es nun an der Zeit, den Staffelstab weiterzugeben, schloss Pennekamp und hielt abschließend fest: „Ich ziehe mich zurück in dem Wissen, dass mir eine sehr gute, kompetente Vorsitzende nachfolgt, die ebenso für die Erwachsenenbildung brennt wie ich.“



