Bauprojekt

Kirchengemeinde gestaltet die Ortsmitte

Neubau Gemeindehaus Massenbachhausen

Die Verantwortlichen stellen sich zum symbolischen Spatenstich auf. Foto: DRS/Guzy

Neubau Gemeindehaus Massenbachhausen

Auf dem Gelände unterhalb der Kirche sind die Erdarbeiten bereits im Gange. Foto: DRS/Guzy

Nach einigen Hürden und einer mehrjährigen Planungsphase beginnt der Bau des Gemeindehauses in markanter Lage.

Während die neue Kindertagesstätte in wenigen Monaten fertig sein soll, startet ein weiteres Bauprojekt der katholischen Kirchengemeinde St. Kilian in Massenbachhausen: der Neubau des Gemeindehauses. Ein symbolischer Spatenstich markierte nun den offiziellen Beginn der Arbeiten. „Wir haben fünf Jahre auf diesen Tag gewartet“, sagte Achim Terhoeven, der gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats.

Er sprach von vielen Hindernissen und erwähnte zum Beispiel das lange Genehmigungsverfahren. „Als wir dann endlich durchstarten wollten, brauchten wir einen neuen Architekten“, erklärte er. In den fünf Jahren, die vergangen sind, hätten sich auch die Baukosten erhöht. Terhoeven richtete seinen Dank daher an das Bischöfliche Bauamt für die Unterstützung bei der Neukalkulierung der Finanzierung.

Ensemble mit dem Rathaus

Er sprach von einem zukunftsweisenden Projekt, das die Ortsmitte baulich verändern und das Leben der Kirchengemeinde positiv beeinflussen werde. Terhoeven bezeichnete den Gemeindehausneubau als ein Zeichen für den Mut, Neues zu wagen.

Das katholische Gemeindehaus entsteht im Ortskern. Es wird direkt an den Hang der Kirche St. Kilian gebaut. Schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite befindet sich das Rathaus. Zusammen mit diesem wird das neue Bauwerk das Ortsbild mitprägen. Aufgrund dieser städtebaulichen Veränderung gab es anfangs auch skeptische Stimmen, wie Bürgermeister Nico Morast berichtete.

Zwei Geschosse, zwei Bauweisen

Doch die Kirchengemeinde habe sich viele Gedanken gemacht, wie sich das Gebäude städtebaulich einfügen kann. Der Bürgermeister betonte die Zusammenarbeit zwischen der Kommune und der Kirchengemeinde: „Es ist gelungen, einen gemeinsamen Weg zu gehen.“ Durch den Neubau rückten bürgerliche Gemeinde und kirchliche Gemeinde zusammen, sagte Morast.

Es sei viel Arbeit gewesen, in das Projekt einzusteigen, sagte Architekt Matthias Riemer, bevor Pfarrer Dr. Alois Schenk-Ziegler die Baustelle segnete. Am Rande des Spatenstichs erklärte Riemer kurz das Aussehen des neuen Gebäudes. Es wird ein zweigeschossiger Bau entstehen. Das Sockelgeschoss wird massiv errichtet, das Geschoss darüber in Holzrahmenbauweise. Die ersten Arbeiten auf dem Gelände haben bereits Ende Februar begonnen. In einem Jahr, so die derzeitige Planung, soll das Gemeindehaus fertig sein.

Gemeindesaal auf Höhe der Kirche

Dann hat die Kirchengemeinde einen richtigen Gemeindesaal. Bisher, bis zum Abriss des alten Kindergartens, waren größere Treffen nur im Untergeschoss des Kindergartens möglich gewesen. Der Gemeindesaal im Neubau wird von der Kirche aus niveaugleich zugänglich sein. Das Gebäude wird außerdem Gruppen und dem Pfarrbüro Räume bieten.

Das benachbarte Pfarrhaus, in dem sich derzeit noch das Pfarrbüro befindet, hat die Kirchengemeinde an die Kommune verkauft. Die Sanierung des Hauses hätte sich nicht gelohnt, wie Terhoeven ausführte.

Die Verkaufssumme fließt in die Finanzierung des Neubaus, für den laut dem gewählten Vorsitzenden aktuell 2,2 Millionen Euro veranschlagt sind. Für die Kommune dagegen eröffnet sich durch den Kauf eine weitere eigene Entwicklungsmöglichkeit im Ortskern.

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