Bischof Dr. Klaus Krämer war bereits in seiner Zeit als Domkapitular mehrfach im Kloster Reute - unter anderem zu Sitzungen des Diözesanrats. "Aber nicht, seit hier die große Baustelle ist", erklärt er bei seinem ersten offiziellen Besuch im Bischofsamt neugierig. Generaloberin Schwester Maria Hanna Löhlein, die ihn bei einem Treffen in Rottenburg eingeladen hatte, und weitere Schwestern der Ordensleitung begrüßten Krämer mit einem Getränk aus Kräutern und Blumen des klostereigenen Gartens. Dann war es soweit. Helm auf - und der Rundgang durch die Geschichte, die staubige Gegenwart und die in Teilen schon erkennbare Zukunft des Gebäudekomplexes auf dem Klosterberg startete.
Ebenerdig in die Franziskuskapelle, die wieder auf die Originalgröße zurückgebaut wird, dann die Treppe nach oben zum "Bischofszimmer" im alten Teil des Klosters aus dem Jahr 1650, ganz nach unten in einen Gewölbekeller mit Steinen einer Adelsburg an diesem Ort vor etwa 600 Jahren - und wieder hoch in den Festssaal im Bau vom Beginn des 20. Jahrhunderts, in dem auch schon Baustellenkonzerte stattfanden. "Heute gehen wir einen ganz besonderen Weg, weil mir immer wieder was einfällt", rechtfertigte Schwester Maria Hanna die gewählte Route. Der Bischof folgte ihr und ihren Erklärungen interessiert, stellte Rückfragen und staunte über manches Detail.










