Dekanekonferenz

Konstruktiver Blick in die Zukunft

Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Tobias Döpker

Die Frühjahrskonferenz der Dekane und stellvertretenden Dekane hat sich mit der aktuellen Situation des pastoralen Personals beschäftigt.

Ein Schwerpunkt Dekanekonferenz am 8. März war die Frage, wie die pastorale Arbeit der Zukunft aussieht. Bevor die knapp 60 Vertreter:innen der mittleren Führungsebene und der Diözesanleitung auf der Liebfrauenhöhe in Ergenzingen die inhaltliche Diskussion eröffneten, informierte Bischof Dr. Gebhard Fürst über die bevorstehende 5. Synodalversammlung in Frankfurt. „Wir als katholische Kirche in Deutschland sind in einer entscheidenden Situation“, so der Bischof. Nach dem 5. Synodalforum sei zwar der Synodale Weg an seinem Ende, nicht aber die Synodalität.

Angespannte Situation in den Kirchengemeinden

Trotzdem blickt der Bischof mit großer Sorge auf die vom 9. – 11.3. stattfindende Synodalversammlung. „Aufgrund der Brisanz vieler Texte habe ich die Befürchtung, dass nicht alle Texte behandelt werden können“, sagt der Bischof. Dass die allgemeine Situation der Kirche und auch der Ablauf des Synodalen Weges in den Kirchengemeinden für große Verunsicherung sorgen, zeigt die „aktuellen Runde“ mit den Kurzberichten aus den 25 Dekanaten. Und wie prekär die Situation vielerorts ist, wird deutlich, als die Dekane und ihre Stellvertreter über ihre Personalsituation in den Seelsorgeeinheiten und deren Wirkungen berichteten. Von zunehmenden Konflikten innerhalb der Kirchengemeinden, von Frustration, Überforderung und Erschöpfung bei Haupt- und Ehrenamtlichen wegen nicht besetzter Stellen ist die Rede.

Pastorales Personal wird in den kommenden Jahren zurückgehen

Im Anschluss an die Situationsberichte aus den Dekanaten präsentierten Domkapitular Holger Winterholer und Regina Seneca, die Leitung der Hauptabteilung Pastorales Personal, die Umsetzung des aktuellen Stellenplans sowie eine Prognose bzgl. der möglichen Entwicklung des pastoralen Personals in den kommenden Jahren. In den nächsten zehn Jahren fehlen jedes Jahr rund 30 Personen im pastoralen Personal, so das Fazit der Präsentation. Deswegen ging es im Anschluss daran auch direkt um mögliche Maßnahmen der Kirchenentwicklung, mit denen die prognostizierten Rückgänge beim pastoralen Personal entgegengewirkt werden soll.

Weihbischof Matthäus Karrer, der Leiter der Hauptabteilung pastorale Konzeption, präsentierte zusammen mit Domkapitular Winterholer und Regina Seneca erste Ideen und Überlegungen, die danach in Kleingruppen von den Teilnehmern der Dekanekonferenz diskutiert wurden. Weihbischof Karrer, der Organisator der Dekanekonferenz, war trotz der „schwierigen“ Themen auf der Agenda am Ende des Tages zufrieden. „Ich habe eine sehr konstruktive Stimmung wahrgenommen. Die Dekanekonferenz geht gut mit der angespannten Situation der Kirche um.“ Er habe auch viel Zuspruch dafür bekommen, dass man sich in der Frühjahrskonferenz so ausführlich mit der Zukunft beschäftigt habe.

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