Diözesanmuseum

Kreative beschäftigen sich mit „Verletzlichkeit“

Georg Lutz sucht für seine Filmarbeit „The Fruits of our Land“ verschiedene Orte in Europa auf, die auf Flüchtlingswegen liegen, und filmt sie pur, trocken und nur mit Originaltönen hinterlegt. So wie dieses Bild zeigt, auch auf der griechischen Insel Lesbos. Bild: Georg Lutz

Diözesanmuseum zeigt 14 prämierte Arbeiten des Kunstwettbewerbs „Vulnerable – Verletzlich“. Vernissage am 19. Juni mit Weihbischof Schneider.

Prämierte Arbeiten des bundesweit ausgeschriebenen diözesanen Kunstwettbewerbs „Vulnerable – Verletzlich“ werden ab Sonntag, 19. Juni, im Diözesanmuseum in Rottenburg zu sehen sein. Anlässlich der Vernissage mit Weihbischof Dr. Gerhard Schneider, die um 15 Uhr beginnt, wird Simon Pfeffel ab 13.30 Uhr seine Performance „Vulnerable Stones“ auf dem Rottenburger Marktplatz aufführen.

Beim Katholikentag in Stuttgart hatte Bischof Dr. Gebhard Fürst bereits den ersten Teil der Tandemausstellung in der Kirche St. Maria eröffnet und die Prämierung der ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler vorgenommen. Die Ausstellung in Rottenburg wird nun bis Sonntag, 28. August, zu sehen sein, teilt Dr. Melanie Prange, Leiterin des Diözesanmuseums Rottenburg, mit, die für die Umsetzung des Wettbewerbs verantwortlich zeichnete. 

Mit rund 600 eingereichten Arbeiten hatte der Kunstwettbewerb ein sehr großes Interesse hervorgerufen. Ziel der Ausschreibung war es, junge Kreative während der Corona-Pandemie zu fördern und ihnen eine Plattform zur Präsentation aktueller Arbeiten zu bieten. Teilnahmebedingung für den Wettbewerb war eine professionelle künstlerische Ausbildung an einer Kunstakademie oder Hochschule. Zugelassen waren sowohl Studierende als auch Absolventinnen und Absolventen aller kreativen Studiengänge, deren Abschluss nicht länger als zehn Jahre zurücklag. Zu den mit jeweils 8.000 Euro dotierten ersten Plätzen in der Kategorie „Hauptpreise“ gehörten der Filmbeitrag „The Fruits of our Land“ von Georg Lutz aus Stuttgart, in dem er sich mit dem Thema „Flucht und Migration“ beschäftigt, sowie die Videoarbeit „Depressed Animals“, in der die Berlinerin Elisa Jule Braun die Verletzlichkeit der Natur, aber auch des Menschen und der Technik offenlegt, die ein ausbeuterischer Kapitalismus verursacht hat, wie es in der Begründung der Jury hieß. Beide Arbeiten gehören zu den 14 Exponaten, die im Diözesanmuseum ausgestellt sein werden. 

Weitere Informationen zu den Ausstellungen in Rottenburg und Stuttgart und zu deren Begleitprogramm finden Sie hier.

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