Die Christmette aus der Kirche St. Maria in Stuttgart, die an Heiligabend 2025 im Ersten Programm der ARD übertragen wurde, hat für viele kritische Reaktionen gesorgt. Dabei hat insbesondere die künstlerische Gestaltung der Krippe polarisiert. Verantwortlich für die Konzeption und die Übertragung war die Katholische Rundfunkarbeit der Kirche am SWR.
Bischof Dr. Klaus Krämer und die Diözesanleitung haben die Rückmeldungen aufgenommen und in den vergangenen Tagen sorgfältig geprüft. Die Reaktionen auf die Übertragung haben gezeigt, dass religiöse Gefühle verletzt wurden. Dies bedauern die Verantwortlichen für die Konzeption und Übertragung der Christmette sehr und betonen, dass zu keinem Zeitpunkt eine Provokation oder eine Herabwürdigung zentraler Glaubensinhalte beabsichtigt war. Gleichwohl ist deutlich geworden, dass die gewählte Form der Darstellung bei vielen Menschen Irritation, Unverständnis und Ärger ausgelöst hat – insbesondere an einem Hochfest wie Weihnachten.
Darüber hinaus kam es in dem Gottesdienst auch zu Abweichungen von der geltenden liturgischen Ordnung. Die Liturgie wurde – mit Blick auf das Fernsehformat – freier gestaltet, als dies zulässig ist. Dies betrifft insbesondere die Ausgestaltung einzelner liturgischer Rollen sowie die konkrete sprachliche und performative Gestaltung. Diese Abweichungen waren so nicht korrekt und werden aufgearbeitet.
Als eine Konsequenz daraus werden bei künftigen Gottesdienstübertragungen Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse verbindlich geschärft, um sowohl der kirchlichen Verantwortung als auch der besonderen Sensibilität solcher Formate gerecht zu werden.


