Festlich erklingt das erste Lied des „Chors der Guten Hirten“ von der Empore herab. Die melodische Musik in aramäischer Sprache – einer der ältesten Sprachen der Welt – berührt tief. Sie schafft bereits während des feierlichen Einzugs von Bischof Krämer, Pfarrer Happe sowie der Subdiakon:innen und Ministrant:innen der Gemeinde eine besondere Atmosphäre von Vertrautheit und macht gleichzeitig neugierig auf einen Gottesdienst, der ursprünglicher ist, als der römisch-katholische.
Ein Gottesdienst in vier Sprachen
Am vergangenen Sonntag feierte Bischof Dr. Krämer von der Diözese Rottenburg-Stuttgart gemeinsam mit Pfarrer Happe von der Chaldäischen Gemeinde „Mar Shimon Bar Sabai“ in der Kirche St. Paulus in Stuttgart-Rohracker einen Gottesdienst nach chaldäischem Ritus in den Sprachen Chaldäisch, Aramäisch, Arabisch und Deutsch. Mystischer, traditioneller und in Teilen orientalischer geprägt, als der römisch-katholische Gottesdienst, war seine katholische Struktur dennoch klar erkennbar für alle, die zum ersten Mal einen chaldäischen Gottesdienst erlebten. Weihrauch erfüllte den Kirchenraum, während mal von der Empore, mal aus dem Altarraum Kirchengesänge in aramäischer Sprache erklangen. An der Wand über dem Altar übersetzte ein Beamer die teils gesungenen arabischen oder aramäischen Texte des Priesters und der Lektoren.












