Veranstaltung

Liebe, Lachen und Segensmomente

Valentinstag: Der evangelische Dekan Klaus-Peter Luedke segnet in der Stadtkirche St. Dionys ein Paar. Foto: DRE/ Monika Scarfuro

Die erste ökumenische Nacht der Paare in Esslingen war ein voller Erfolg. Über 100 Paare folgten der Einladung der Kirchen.

Eine in rotes Licht getauchte Kirche, viele rote Herzen und Luftballons, Liebeslieder und Sekt: Die Atmosphäre in der Esslinger Stadtkirche war voll und ganz auf einen romantischen Valentinstag ausgerichtet. Schon von weitem war der rote Pavillon vor der evangelischen Stadtkirche St. Dionys zu sehen. Vorbeigehende Paare wurden mit den Worten „Wir wär’s mit einem gemeinsamen Foto für den Kühlschrank?” begrüßt. 
Viele Paare folgten dieser Einladung und erhielten so schon nach kurzer Zeit ihr Polaroid-Foto.

Die Wartezeit, bis das Motiv auf dem Foto zu sehen ist, konnte mit einem Glas Sekt überbrückt werden. Vor der Kirche herrschte eine ausgelassene Stimmung und die Paare kamen auch untereinander ins Gespräch. Die meisten Paare nahmen die Einladung an, um dem ungemütlichen Regen zu entkommen und in die warme Kirche zu gehen.

Offene Stationen laden zum Verweilen an

An verschiedenen Stationen konnten sich die Paare dort Zeit nehmen, um ihre Liebe in den Mittelpunkt zu stellen. In der Paar-Lounge unterhielten sie sich in Liegestühlen über ihre Beziehung und zündeten anschließend eine Kerze an.

An der Kreativstation hatten die Paare viel Spaß, als sie sich gegenseitig porträtierten. Manch einer musste erst von seiner Partnerin überzeugt werden, doch am Ende waren alle glücklich über ihre Ergebnisse.

Aber auch die schwierigen Phasen einer Beziehung wurden von den Paaren in den Blick genommen. Als Symbol dafür wurden Steine auf den Altar gelegt.

Gottes Segen für die Liebe

Für viele der Paare war die Segensstation eine besondere Station. Hier hatten sie die Möglichkeit, sich von Seelsorger:innen der katholischen und evangelischen Kirche segnen zu lassen und so ihre Liebe und ihren gemeinsamen Weg unter den Schutz Gottes zu stellen. Für viele Paare war dies ein emotionaler Moment. Es gab viele innige Umarmungen und Küsse, und auch die eine oder andere Träne war zu sehen. Einige Paare setzten sich anschließend in eine der Kirchenbänke, um diesen Moment zu genießen und die geschmückte Kirche zu bestaunen.

Kommunikation macht Paare glücklich

Einer der Höhepunkte der „Nacht der Paare” war der Impulsgottesdienst im Altarraum der Kirche. 
Carmen Strölin, Psychotherapeutin und Dozentin an der Hochschule Esslingen, hielt einen Impulsvortrag über die besondere Bedeutung von Kommunikation. Ihre These, dass „regelmäßige intensive Gespräche glückliche Paare von unglücklichen unterscheiden“, verdeutlichte sie damit, dass sich die Kommunikation dieser Paare nicht nur um die Organisation des Alltags dreht, sondern dass sie auch die jeweils eigenen Fragen, Sorgen, Ängste und Hoffnungen benennen. Anhand der Methode des Zwiegesprächs gab Strölin den Paaren konkrete Tipps, um die Kunst der guten Paargespräche zu erlernen. „Es braucht Mut, damit zu experimentieren, aber ein intensives Gespräch kann sogar aphrodisierend wirken“, resümierte die Kommunikationsexpertin. Der Impulsvortrag wurde von Musik, Fürbitten und einem gemeinsamen Vaterunser umrahmt.

Ein voller Erfolg

Das Organisationsteam zeigte sich mehr als zufrieden mit der guten Resonanz des Abends. „Mit so einer gut gefüllten Kirche haben wir nicht gerechnet“, resümierte Andrea Weber von der „Profilstelle Partnerschaft und Familie stärken“ im Katholischen Dekanat Esslingen-Nürtingen zufrieden. Bei ihr liefen die Fäden der verschiedenen Beteiligten zusammen. Dem Team war wichtig, dass das Angebot niedrigschwellig ausgerichtet ist. Es gab keinen festen Startpunkt, sondern eine Einladung zum Verweilen. Die Möglichkeit, sich gemeinsam Zeit zu nehmen – so viel, wie man an diesem Abend gerade braucht. Dieses Angebot nahmen mehr als 100 Paare von jung bis alt an. „Viele Paare kamen gezielt zu uns und manche haben sogar ihr eigentlich geplantes Date zum Valentinstag auf den Sonntag verschoben“ erfuhr Andrea Weber von den Paaren.
 

Die Nacht der Paare wurde von der katholischen und evangelischen Kirche in Esslingen sowie vom katholischen Dekanat Esslingen-Nürtingen organisiert. Aufgrund des Erfolgs plant das Dekanat, die Veranstaltung ab kommendem Jahr abwechselnd in der katholischen und in der evangelischen Kirche in Esslingen stattfinden zu lassen.

Weitere Nachrichten

Politik
Politik auf 13 Quadratmetern macht Station beim Begegnungsraum in Stuttgart-Mitte.
Mitten in Stuttgart erprobt die Diözese ein neues Dialogformat, das für Solidarität und Teilhabe steht, und trifft damit auf großes Interesse.
Weiterlesen
Weltkirche
ein Junge repariert mit einem Mann ein elektrisches Gerät
Léon Yanda berichtet im Rahmen der Misereor-Fastenaktion davon, wie arbeitslosen Jugendlichen in Douala, Kamerun, zu einer Ausbildung verholfen wird.
Weiterlesen