Das Rathaus in der Ortsmitte von Massenbachhausen hat ein Gegenüber bekommen: Am Hang an der Kirche St. Kilian ist das neue katholische Gemeindehaus entstanden. „Die Kirchengemeinde hat sich lange nach dem Gemeindehaus gesehnt“, sagte Achim Terhoeven nun bei der Einweihung.
Der gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats bezog sich dabei auf die mehr als zehn Jahre, die seit den ersten Überlegungen vergangen sind. Mit dem Gemeindehaus St. Kilian nahe an der Kirche könne jetzt die Liturgie direkt mit dem Gemeindeleben verbunden werden, sagte Terhoeven.
Der Neubau bietet zwei Gruppenräume, die nach Kolonat und Totnan, den beiden Gefährten des heiligen Kilian, bezeichnet sind. Es gibt einen Saal, benannt nach Bruder Firminus, an den auch eine kleine Gedenkstätte mit einer beleuchteten Glasstele erinnert. Dazu kommen zwei Büroräume, Küche, Lagermöglichkeiten unter anderem für Sternsingergewänder sowie eine von außen zugängliche, barrierefreie Toilette.
Kommune kauft Pfarrhaus
Von einem ortsbildprägenden Projekt sprach Steffen Braun, Bürgermeister von Massenbachhausen. Die Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und bürgerlicher Gemeinde sei dabei wichtig. Die Kommune hat im Zuge des Projekts das alte, sanierungsbedürftige Pfarrhaus, wo sich bisher das Pfarrbüro befand, gekauft. Laut dem Bürgermeister gibt es nun eine intensive Planung zur künftigen Nutzung. Braun nannte dabei den Erhalt und die Weiterentwicklung der ärztlichen Versorgung als Richtung.
Dass die Kirchengemeinde zwei Projekte gleichzeitig gestemmt habe, erwähnte Diözesanbaumeister Dr. Thomas Schwieren. Denn seit rund einem Jahr ist auch ein neues Kindergartengebäude in Betrieb. Die Kirchengemeinde habe Mut bewiesen und Maßstäbe gesetzt, sagte Schwieren auch mit Blick auf den diözesanen Gebäudeprozess. Mit den zwei Projekten habe die Kirchengemeinde vorausschauend gehandelt: Gebäude wurden abgegeben und abgerissen. Nicht nur das alte Pfarrhaus wurde verkauft, sondern mit dem Kindergartenneubau sind die beiden Altgebäude verschwunden, auf die der Kindergartenbetrieb zuvor verteilt war.





