Advent

Martinsmantel begleitet durch Adventszeit

Hoch ragt der Martinsmantel in der Stuttgarter Kirche St. Georg auf. Er ist Teil der Liturgie im Advent. Bild: Diözese Rottenburg Stuttgart/Eva Wiedemann

Das letzte große Teilstück des Martinsmantels ist in der Kirche St. Georg zu sehen. Pfarrer Heil berichtet, was er mit dem Stoffstück vor hat.

Er war eines der Highlights des 102. Deutschen Katholikentags in Stuttgart: Der mehr als 300 Quadratmeter große Martinsmantel, der beim Eröffnungs- und Abschlussgottesdienst des großen Glaubensfests der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Entstanden aus rund 1.100 Stoffstücken, die Gruppen aus der ganzen Diözese Rottenburg-Stuttgart gestaltet hatten, versinnbildlichte der weltgrößte Martinsmantel das Leitwort des Katholikentags „leben teilen“. Dementsprechend wurde der Mantel auch wieder geteilt und ging weit über die Grenzen Württembergs hinaus nach ganz Europa. Das größte noch zusammenhängende Stück des Mantels blieb in Stuttgart und ist während der Adventszeit in der Kirche St. Georg ausgestellt. Pfarrer Dr. Michael Heil spricht im Interview über den Martinsmantel, der seine Kirchengemeinde durch die Adventszeit begleiten soll.

Pfarrer Heil, wie sind Sie auf die Idee gekommen, das letzte große Stück des Martinsmantels in St. Georg aufzuhängen?

Unsere Kirchengemeinde durfte im vergangenen Jahr ihr 100jähriges Gründungsjubiläum feiern. Sie wurde am Fest des Hl. Martin, dem 11. November, im Jahr 1921 gegründet. Sie hat zwar den Hl. Georg zum Patron, wohl aber ist uns der Diözesanpatron Martin ein Impulsgeber für unser Gemeindeleben.

Welche Rolle wird der Mantel in der Adventszeit in der Gemeinde spielen?

Die vielen Teilstücke, aus denen der Martinsmantel zusammengesetzt ist, symbolisieren für mich auf schöne und einzigartige Weise, wie ich auch Gemeinde verstehe. Jede und jeder trägt auf ihre und seine ganz eigene Weise dazu bei, dass das große Ganze gelingt. Der Advent will uns die Chance geben, neu aufzubrechen zu unseren Wurzeln. Ein schönes adventliches Motiv.

Was passiert mit dem Mantelstück, wenn die Adventszeit vorbei ist und er in St. Georg abgehängt wird?

Der Mantel ist im Besitz der Diözese und das letzte verbliebene zusammenhängende Stück. Ich kann andere Gemeinden ermutigen, den Mantel und seine Idee zu teilen und den Menschen in den Gemeinden zugänglich zu machen. Damit halten wir auch das Motto des 102. Deutschen Katholikentages in Stuttgart lebendig: leben teilen.

Pfrarrer Heil wird die Adventszeit zum Motto des Katholikentages "leben teilen" gestalten und jeder Adventssonntag erhält ein ganz eigenes "Gesicht". Die Erstkommunionfamilien von St. Georg werden in diesen Gottesdiensten in besonderer Weise angesprochen und können den Martinsmantel als Meditationsbild zur Vorbereitung auf den Empfang des Sakramentes der Erstkommunion nutzen. Was Jesus beim Abendmahl getan hat, das Teilen von Brot und Wein, findet sich in der großen Geste des Hl. Martin wieder.

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