„Gut Ding will Weile haben“ - das gilt nicht nur für monumentale Kirchenbauten, sondern kann auch mal eine Orgel betreffen: 55 Jahre, nachdem sie von Giengener Orgelmanufaktur Gebr. Link erbaut worden ist, hat der Heidenheimer Dekan Dr. Dietmar Horst die Orgel der Kirche St. Petrus und Paulus in Niederstotzingen im Rahmen des Gottesdienstes zum Patrozinium feierlich geweiht. Die aus Geldmangel zunächst unvollendet gebliebene und im Lauf der Jahrzehnte immer wieder um einige der fehlenden Register ergänzte Orgel erinnere daran, dass die „Melodie Gottes“ die Menschen begleite, sagte Horst in seiner Predigt. Als „Königin der Instrumente“, wie sie gerne genannt wird, verfüge die Orgel über einen Klang, „der himmlisch klingt und doch so gut zur Erde und zu den Menschen passt“.
„Gottes Liebeslied für mich“
Die „Melodie Gottes“ in sich aufzunehmen - so formulierte bereits der frühchristliche Bischof Ignatius von Antiochien -, sei eine Lebensaufgabe. „Was ist Gottes Melodie, Gottes Lied für mich“, fragte Horst. Dieses Lied - auch wenn es sich durch die Sorgen und Nöte des Alltags manchmal in Misstönen oder in Moll zeige - sei ja ein Liebeslied, „das Liebeslied Gottes für mich - und die Liebe erfindet immer neue Melodien. Und ER wartet darauf, dass ich sein Lied weitersinge.“ - „Lassen wir uns stärken für den Alltag durch Musik und Gesang, den Klang der Orgel, im Gebet und in der Eucharistie, in der sich Jesus uns selber schenkt", wünschte der Dekan.






