Sie kommen, um in großer Gemeinschaft zu beten; um sich von Maria inspirieren zu lassen; um mit anderen Frauen unter sich zu sein; um Segen zu erbitten für sich und für die Lieben in den kleinen und großen Sorgen des Alltags. Und sie kommen in großer Treue: Etwa 300 Frauen folgten der Einladung zur 50. Frauenwallfahrt des Dekanats Ehingen-Ulm. „Dankbar schauen wir auf diese lange Zeit zurück“, sagte eingangs der gastgebende Pfarrer Harald Gehrig. Viele Frauen sind schon lang dabei, manche erinnern sich gar an die Anfänge, als die 750 Sitzplätze große St.-Blasius-Kirche in Ehingen die Teilnehmerinnen kaum zu fassen vermochte, und kaum eine der Frauen möchte viel Aufhebens darum machen, dass die Frauenwallfahrt so etwas wie ein Ankerpunkt in der persönlichen Spiritualität ist, dass die Gottesmutter einfach „dazugehört“. Sie sind „mit Maria gemeinsam auf dem Weg“, wie das Motto der Wallfahrt lautete.
Zum Gebet für den Frieden aufgerufen
Die Sorge um den Frieden in der Welt treibt viele, vor allem junge Menschen um, und nicht ganz zu Unrecht habe Papst Franziskus davon gesprochen, dass angesichts so vieler kriegerischer Konflikte weltweit ein „Dritter Weltkrieg“ längst im Gange sei, sagte Bischof Dr. Klaus Krämer bei der Wallfahrtsmesse in der Pfarrkirche. In Zeiten großer Not habe sich die Kirche immer wieder besonders an Maria gewandt: etwa im vorletzten Jahr des Ersten Weltkriegs, als Papst Benedikt XV. den Titel „Maria, Königin des Friedens“ in die Lauretanische Litanei eingefügte; oder im Kriegsjahr 1943, als Bischof Joannes Baptista Sproll (1870-1949) die Diözese Rottenburg-Stuttgart der Gottesmutter weihte. „Und auch in diesen Tagen hat uns Papst Leo immer wieder zum Gebet für den Frieden aufgerufen“, erinnerte Krämer.






