Soziales

Mittagstisch gegen Einsamkeit im Quartier

Mittagessen in St. Markus

Irmgard Fantz und Elisabeth Jungbluth bedienen an der Ausgabetheke. Foto: DRS/Guzy

Die katholische Kirchengemeinde St. Markus und die evangelische Lukas-Gemeinde lassen eine ökumenische Tradition wieder aufleben.

Irmgard Fantz und Elisabeth Jungbluth schöpfen Blaukraut, Knödel, Fleisch und Soße aus dampfenden Wärmehaltebehältern auf Teller. Rund 50 Gäste sind in das Gemeindezentrum St. Markus gekommen, um gemeinsam zu Mittag zu essen. Damit wird eine „alte, schöne Tradition“ wieder belebt, wie Pastoralreferent Wolfram Rösch erklärt.

Lange Jahre gab es in der evangelischen Lukas-Gemeinde einmal im Monat ein Mittagessen, das dort sogar eigens gekocht wurde. Doch noch vor Corona endete das Angebot. Nun greifen die katholische und die evangelische Kirchengemeinde den Faden wieder gemeinsam auf. Den Anstoß dazu gab Ursula Utz, Mitglied im Kirchengemeinderat von St. Markus und im Forum Katholische Seniorenarbeit Schwäbisch Hall.

Kontakt zum Netzwerk gegen Einsamkeit

Sie erkannte, dass ein solches Angebot gebraucht wird. Denn in den Hochhäusern des Hagenbach-Quartiers leben mittlerweile viele ältere Menschen, die in ihren Wohnungen allein vor ihrem Essen sitzen.

Nach der Ausgangsinitiative bildete sich ein Vorbereitungsteam. Helferinnen und Helfer und ein Caterer wurden gesucht. Nils Neudenberger, Referent für Seniorenpastoral im katholischen Dekanat Schwäbisch Hall, begleitete die Anfangsphase der Gruppe. Über ihn kam ein Kontakt zum Netzwerk gegen Einsamkeit und ungewolltes Alleinsein zustande, das sich im Herbst 2023 im Landkreis Schwäbisch Hall gegründet hat. Das Netzwerk unterstützt das neue Mittagsangebot.

Termine bis zum Sommer

Das Mittagessen im Gemeindezentrum St. Markus findet jeden zweiten Mittwoch im Monat statt – zunächst bis zum Sommer. Ein Flyer informiert über die einzelnen Termine und dient mit seinen Abschnitten als Anmeldemöglichkeit. Essen und Getränke werden auf Spendenbasis ausgegeben, wobei es einen Richtbetrag gibt. Ehrenamtliche dekorieren die Tische, verteilen in der Küche die gewünschten Portionen auf die Teller, helfen den Besucherinnen und Besuchern, stehen als Ansprechpersonen bereit – und spülen danach ab.

Es sei wichtig, dass es so ein Angebot gibt, sagt eine 92-Jährige, die sich unter den Gästen im Gemeindezentrum St. Markus findet. Sie wohnt allein in einer der Hochhauswohnungen im Quartier rund um die benachbarten Gemeinden Lukas und St. Markus.

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