Es war ein weiterer großer Meilenstein für das Projekt „AnsprechBarMobil“: am 4. März 2026 wurde im Rahmen der Trägerkonferenz feierlich ein neuer Kooperationsvertrag unterzeichnet, der auch für die kommenden drei Jahre das mobile Unterwegssein verschiedener katholischer Institutionen im Landkreis Böblingen sichert.
Zusammenhalt in unserer Gesellschaft nur im Miteinander
Als eines der deutschlandweit ersten kirchlich-mobilen Projekte ist das „AnsprechBarMobil“ nun schon seit 2021 ein fester Bestandteil der Arbeit im Katholischen Dekanat Böblingen. Ob auf Rastplätzen oder Schulhöfen, vor Flüchtlingsheimen, bei Stadt- und Quartiersfesten, auf Marktplätzen, an Seniorenheimen, Waldkapellen oder ab 2026 auch bei regelmäßigen Friedhofscafés - die Einsatz- und Begegnungsmöglichkeiten sind bunt, vielfältig und variabel. Dass die kirchlichen Akteure dabei immer auch mit verschiedenen Kooperationspartnern aus der Kommune oder Zivilgesellschaft zusammenarbeiten, erhöht die Breitenwirkung und macht sichtbar, dass wir nur im Miteinander den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft fördern können.
„Das Besondere ist, dass wir immer wieder mit neuen Kooperationspartnern unterwegs sind und so breite Netzwerke knüpfen. Die Einsätze planen und führen wir jeweils mit kleinen Teams von drei bis fünf Personen durch. Und das flexibel und individuell angepasst an die Bedürfnisse der Partner aus Quartiersarbeit, Flüchtlingshilfe, Sozialträgern oder anderen Bereichen.“ - Annegret Hiekisch, Initiatorin des AnsprechBarMobil
Vielfältige Einsätze
Das „AnsprechBarMobil“ wird konzeptionell und finanziell getragen von vier Projektträgern: neben dem Katholischen Dekanat Böblingen von Anfang an die Kirchengemeinde St. Joseph, Sindelfingen, die Kirchengemeinde Holzgerlingen und neu ab 2026 auch die Katholische Erwachsenenbildung Kreis Böblingen e.V..
Die unterschiedlichen Träger teilen dabei nicht nur die finanzielle Verantwortung für das Fahrzeug, sondern sichern zugleich auch die Vielfalt der Einsätze. So war das „AnsprechBarMobil“ allein im vergangenen Jahr mehr als 50mal im Einsatz und seit dem Projektstart an insgesamt über 250 Tagen mit den verschiedensten Aktionen unterwegs.
Zwischenbilanz erfüllt mit Stolz und Freude
Diese Zwischenbilanz ist ein großer Erfolg, der Dekanatsreferentin Annegret Hiekisch, die mit ihrer Profilstelle „Kirche im Sozialraum“ die Initiatorin und Projektleiterin des „AnsprechBarMobil“ ist, mit großer Freude und Stolz erfüllt. Dass es gelungen ist, das mobile Projekt nicht nur ins Leben zu rufen, sondern über die Jahre auch zu verstetigen, ist sehr besonders – auch im überregionalen Vergleich mit ähnlichen Projekten.
„Das AnsprechBarMobil ist ein Instrument, das Begegnungen ermöglicht. Es geht nicht um das Fahrzeug selbst, sondern um die Begegnung und das ehrliche Interesse an den Menschen. Wir kommen nicht, um Gott mitzubringen – Gott ist bereits überall. Wir sind einfach da: als Dialogpartner, die im besten Sinne Verbindungen schaffen, indem wir voneinander lernen.“ - Annegret Hiekisch, Initiatorin des AnsprechBarMobil
Dankbarkeit für den Kontakt mit den Menschen
So ist der verbindliche Rückhalt durch die Träger ein großes Pfund, auf das im Rahmen der Unterzeichnung zurecht auch gebührend angestoßen wurde. Über allem aber steht die Dankbarkeit, durch die mobile Arbeit und das „Rausgehen“ in andere Kontexte schon jetzt mit ganz vielen neuen Menschen in Kontakt gekommen zu sein. Das macht es spannend, inspirierend und bereichernd zugleich.
Text: Antonia Schneider / Annegret Hiekisch




