Mitten in einem liebevoll geschmückten Garten, in dem Esel, Schafe und Kaninchen die Besucher:innen begrüßen, öffnet sich ein Vorhang zu einem riesigen Gewächshaus. Eine „Reisebegleiterin“ nimmt ihre Gäste mit auf die Reise nach Jerusalem vor etwa 2000 Jahren, um die letzten Stunden im Leben Jesu zu bezeugen. Die Zeitreise ist vom 16. März bis 7. April täglich erlebbar.
Die Passions- und Ostergeschichte hautnah erleben
In den Gassen der authentisch wirkenden Altstadt begegnen wir Menschen, die die Geschichte hautnah erlebten: Bürger:innen Jerusalems, Marktschreier:innen, Soldaten sowie die Jünger und Jüngerinnen des charismatischen Jesus: Sie alle werden im Ostergarten von ehrenamtlichen Laienschauspieler:innen gespielt. Sie singen, tanzen und spielen die bekannten Szenen aus der Bibel nach. Die Besucher:innen erleben auf dieser Reise das alltägliche Wirken Jesu zu seiner Zeit, seine Begegnungen und auch seine Ängste kurz vor seinem grausamen Tod bis hin zur Auferstehung an Ostern, die die Passionszeit beendet. Auf der Website des Ostergarten Stuttgart heißt es: „Wir lassen die Ostergeschichte in Stuttgart und der Region lebendig werden – weil wir zutiefst glauben, dass ihre Botschaft auch heute noch Herzen berührt, Hoffnung schenkt, Kraft gibt und Leben verändert.“
„Das Ehrenamt lebt!“
Andreas Munder ist stolz auf sein Konzept. Der ehemalige Gärtnereibetreiber investiert seit zehn Jahren jedes Jahr viel Geld in seinen Ostergarten auf dem Grundstück seiner ehemaligen Gärtnerei. 2017 fand die Premiere statt – mit insgesamt über 16.000 Besucher:innen an den 24 Tagen um Ostern. In diesem Jahr werden über 20.000 erwartet - und die 100.000 Besucher:in gefeiert. Möglich ist der Betrieb der 4000 m² großen Eventlocation dank der 634 Ehrenamtlichen aus 30 Gemeinden, die die Themenszenen aufbauen, pflegen, Gäste bewirten, kochen und schauspielern. Sogar die Musik, die während der Führung gespielt wird, wird selbst komponiert. Munder erklärt: „Wir wollen Kirche mit allen Sinnen erlebbar machen und unsere Besucher:innen dazu bringen, dass sie neugierig auf Glauben werden.“ Dem Vereinsvorstand geht es um Halt in diesen schwierigen Zeiten. Er nennt seine Darstellungsweise „Eventevangelisation“ und freut sich über die vielen Engagierten: „Das Ehrenamt lebt!“ Bewusst möchte er auch Kinder und Schulklassen begeistern.
„Der Ostergarten erzählt die größte Liebesgeschichte der Welt.“
(Andreas Munder)











