Musical

Musical „David und Goliat“ begeistert das Publikum

Samuel steht mit Salbgefäß vor dem knieenden Jungen David und legt ihm die Hand auf den Kopf.

Der Prophet Samuel alias Pfarrer Dr. Edgar Jans salbt David bereits als Jungen zum König - Foto: Liane Menz

Der riesige Aufwand der Kinder- und Jugendchöre der katholischen Kirche Isny hat sich gelohnt und das Kurhaus zweimal komplett gefüllt.

Was vor mehr als einem Jahr mit der ersten groben Planung begann, ist am vergangenen Wochenende in zwei begeisternden Aufführungen im Kurhaus am Park in Isny gemündet: Unter der Gesamtleitung von Christian Schmid führten die Kinder- und Jugendchöre der katholischen Kirchengemeinden das Musical „David und Goliat“ auf. 400 Zuschauer am Freitag und 400 Zuschauer am Samstag sorgten für einen Rahmen, den die vielen Mitwirkenden vermutlich lange nicht vergessen werden. So berichtet Michael Panzram, der diesen Beitrag zuerst für die Schwäbische Zeitung geschrieben hat.

Seit Christian Schmid vor vier Jahren wieder Kinderchöre in den katholischen Kirchengemeinden Isny ins Leben gerufen hat, hat der Kirchenmusiker ganz neue Maßstäbe gesetzt. Der Zulauf zu den über die Woche verteilten Terminen ist groß, die Begeisterung ebenso. Immer neue Projekte stieß Schmid seither an und brachte die Terzinis, die Quartinis und die Quinteens zu Höchstleistungen. Schon die ganz jungen Sänger im Kindergartenalter sind mit vollem Einsatz dabei.

Aus der Idee wird ein konkreter Plan

Und das bringt Menschen auf Ideen. Einige Isnyer, die vor mehr als drei Jahrzehnten beim damaligen Kirchenmusiker Harald Geerkens im Chor waren, erinnerten sich an die jährlichen Singspiele und Musicals, die Geerkens damals initiierte. Mit Schmid, so waren sich die ehemaligen Kinderchormitglieder - deren Kinder jetzt in den Chören singen - einig, könnte es gelingen, diese Tradition wiederaufleben zu lassen. Im Mai 2024 war es schließlich so weit: Aus der Idee wurde ein konkreter Plan. Um Schmid herum bildete sich ein Organisationsteam, es wurden erfolgreich Sponsoren gesucht, Anfang 2025 starteten schließlich die Proben zu „David und Goliat“. 

Auch Kleine können Großes bewirken - so schrieb Pfarrer Edgar Jans, der selbst als Darsteller mitwirkte, im Programmheft über die Auswahl des Stücks für das Musical. Gemeint war damit nicht nur die biblische Geschichte, in der ein kleiner Hirtenjunge mit einer Schleuder einen riesigen Soldaten erschlägt, sondern auch die Bereitschaft der Kinder, unzählige Stunden zu investieren. Am vergangenen Freitag und Samstag - am Ende einer intensiven, letzten Probenwoche - war schließlich das herausragende Ergebnis zu besichtigen. Schon Tage zuvor waren beide Aufführungen im Kurhaus ausgebucht und insgesamt 800 Karten verkauft. Wer rechtzeitig eine ergatterte, durfte sich sehr glücklich schätzen.

Unterstützung von Chören aus der Nachbarschaft

Etwas mehr als eine Stunde lang bekamen die Zuschauer ordentlich was auf die Ohren. Die Isnyer Chöre erhielten dabei großartige Unterstützung der Little Voices und der Voices aus Wuchzenhofen, dazu kamen einige sehr gute Musiker und ein großes Team an Unterstützern, die im Hintergrund dafür sorgten, dass alles funktionierte. Besonders die Kinder wuchsen regelrecht über sich hinaus. Einige hatten aufwendige Darstellerrollen und mussten viel Text auswendig wissen, andere glänzten als musikalische Solisten, die drei Chöre mussten fünf (die kleinsten Sänger) beziehungsweise zwölf Lieder (die größeren Sänger) auswendig abrufen. Es gelang alles wahrlich bravourös. Der anhaltende Schlussapplaus inklusive stehender Ovationen fiel entsprechend laut und euphorisch aus - ganz besonders angesprochen fühlen durfte sich Christian Schmid als emsiger und einfühlsamer Gesamtleiter. Bravo!

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