Was vor mehr als einem Jahr mit der ersten groben Planung begann, ist am vergangenen Wochenende in zwei begeisternden Aufführungen im Kurhaus am Park in Isny gemündet: Unter der Gesamtleitung von Christian Schmid führten die Kinder- und Jugendchöre der katholischen Kirchengemeinden das Musical „David und Goliat“ auf. 400 Zuschauer am Freitag und 400 Zuschauer am Samstag sorgten für einen Rahmen, den die vielen Mitwirkenden vermutlich lange nicht vergessen werden. So berichtet Michael Panzram, der diesen Beitrag zuerst für die Schwäbische Zeitung geschrieben hat.
Seit Christian Schmid vor vier Jahren wieder Kinderchöre in den katholischen Kirchengemeinden Isny ins Leben gerufen hat, hat der Kirchenmusiker ganz neue Maßstäbe gesetzt. Der Zulauf zu den über die Woche verteilten Terminen ist groß, die Begeisterung ebenso. Immer neue Projekte stieß Schmid seither an und brachte die Terzinis, die Quartinis und die Quinteens zu Höchstleistungen. Schon die ganz jungen Sänger im Kindergartenalter sind mit vollem Einsatz dabei.
Aus der Idee wird ein konkreter Plan
Und das bringt Menschen auf Ideen. Einige Isnyer, die vor mehr als drei Jahrzehnten beim damaligen Kirchenmusiker Harald Geerkens im Chor waren, erinnerten sich an die jährlichen Singspiele und Musicals, die Geerkens damals initiierte. Mit Schmid, so waren sich die ehemaligen Kinderchormitglieder - deren Kinder jetzt in den Chören singen - einig, könnte es gelingen, diese Tradition wiederaufleben zu lassen. Im Mai 2024 war es schließlich so weit: Aus der Idee wurde ein konkreter Plan. Um Schmid herum bildete sich ein Organisationsteam, es wurden erfolgreich Sponsoren gesucht, Anfang 2025 starteten schließlich die Proben zu „David und Goliat“.
Auch Kleine können Großes bewirken - so schrieb Pfarrer Edgar Jans, der selbst als Darsteller mitwirkte, im Programmheft über die Auswahl des Stücks für das Musical. Gemeint war damit nicht nur die biblische Geschichte, in der ein kleiner Hirtenjunge mit einer Schleuder einen riesigen Soldaten erschlägt, sondern auch die Bereitschaft der Kinder, unzählige Stunden zu investieren. Am vergangenen Freitag und Samstag - am Ende einer intensiven, letzten Probenwoche - war schließlich das herausragende Ergebnis zu besichtigen. Schon Tage zuvor waren beide Aufführungen im Kurhaus ausgebucht und insgesamt 800 Karten verkauft. Wer rechtzeitig eine ergatterte, durfte sich sehr glücklich schätzen.




