Personal

Neuer Pfarrvikar für kroatische Gemeinden

Dekan Ulrich Kloos begrüßt Msgr. Prof. Dr. Pavo Jurišić (links) als neuen Seelsorger für die kroatischen Gemeinden in Ulm und Ehingen. Foto: drs/Jerabek

Monsignore Pavo Jurišić ist neuer Seelsorger der kroatischen Gemeinden in Ulm und Ehingen. Dekan Ulrich Kloos hieß ihn willkommen.

Mit einem Stellenanteil von 60 Prozent in der Gemeinde Sveti Josip in Ulm und 40 Prozent in Sveti Josip in Ehingen tritt Msgr. Prof. Dr. Pavo Jurišić die Nachfolge von Msgr. Prof. Dr. Niko Ikić an, der die Gemeinden fünf Jahre lang seelsorgerisch betreute. Bischof Dr. Klaus Krämer ernannte Jurišić mit Wirkung vom 15. November zeitlich befristet zum Pfarrvikar mit dem Titel Pfarrer.

Pavo Jurišić stammt aus Zentralbosnien und wurde 1982 in der Erzdiözese Vrhbosna (Sarajevo) zum Priester geweiht. Von 1986 bis 1992 absolvierte er ein Promotionsstudium in München; während dieser Zeit war er als Hauspriester im Kloster Congregatio Jesu (Maria Ward) im Stadtteil Berg am Laim tätig. Nach seiner Rückkehr lehrte er an der Katholischen Theologischen Hochschule Vrhbosna Religionspädagogik und weitere Fächer, darunter auch Deutsch. Von 1993 bis 2007 war er als Sekretär und von 1998 bis 2007 als Vizedekan tätig. Als die Katholische Theologische Fakultät in Vrhbosna 2009 den Rang einer theologischen Fakultät erhielt, wurde er zu deren erstem Dekan ernannt. Auf Ebene der Bischofskonferenz sowohl von Bosnien und Herzegowina als auch von Kroatien gehörte er viele Jahre lang verschiedenen Beratungsgremien im Bereich Glaubensvermittlung und religiöse Bildung an.

Neben den vielfältigen Aufgaben an der Hochschule - zum 1. Oktober 2025 wurde er als Professor emeritiert - übernahm Monsignore Jurišić Leitungsaufgaben in der Erzdiözese Sarajevo, unter anderem als Dompropst und als Postulator im Seligsprechungsprozess für Josip Stadler, den ersten Erzbischof dieser Erzdiözese, der in Bosnien und Herzegowina schon zu Lebzeiten als „Vater der Armen“ verehrt und als guter Katechet bekannt wurde.

Bei Jurišić' „Antrittsbesuch“ zeigte sich Dekan Ulrich Kloos sehr dankbar, dass die Seelsorge in den kroatischen Gemeinden im Raum Ulm und Ehingen gewährleistet bleibt. Die sehr lebendigen und jungen Gemeinden mit vielen aktiven Familien, Kindern und Jugendlichen verzeichnen weiterhin Wachstum. Über die Möglichkeit, „in der Herzenssprache Eucharistie zu feiern“, hinaus leisten die muttersprachlichen Gemeinden einen großen Beitrag zur Vielfalt in der katholischen Kirche; der Anteil der Katholikinnen und Katholiken mit einer anderen Staatsangehörigkeit beläuft sich in der Diözese Rottenburg-Stuttgart auf etwa 22 Prozent.

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