Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger der Kirchen stehen Menschen in akuten Notsituationen bei: unmittelbar, überkonfessionell und professionell. Im Zollernalbkreis planen die Kirchen nun einen Neustart dieses wichtigen Dienstes in einer gemischten Gruppe aus Haupt- und Ehrenamtlichen.
Ein Infoabend am Donnerstag, 10. Juli, soll Interessierten erste Einblicke geben. Pfarrer Michael Soffner, Diakon Michael Weimer, Pastoralreferent Peter Duttweiler und Dekanatsreferent Achim Wicker ist anzumerken, dass ihnen das Vorhaben ein Herzensanliegen ist, weil Kirche hier Menschen in akuten Krisensituationen beisteht, wie es in einer Pressemitteilung des Dekanats Balingen heißt.
Notfallseelsorge bedeute, Angehörige nach dem plötzlichen Tod eines Menschen in den ersten Stunden zu begleiten, Verletzten während der Rettung und in Wartezeiten zur Seite zu stehen, sich der betroffenen Menschen anzunehmen, die bei einem Unfall unverletzt geblieben sind und Segen und Gebet für Sterbende und Tote zu sprechen.
Pfarrer Thomas Soffner von der evangelischen Kirche und sein katholischer Kollege Diakon Michael Weimer haben dafür beide eine spezielle Ausbildung in der Notfallseelsorge absolviert. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz kommen sie bei schweren Unfällen, Notfällen in Betrieben oder Einrichtungen, bei Großschadensereignissen oder dem Überbringen von Todesnachrichten und der Betreuung von Angehörigen zum Einsatz.
Diakon Michael Weimer liegt der Einsatz für die Menschen in Notsituationen besonders am Herzen: „Es ist einer, wenn nicht sogar der wichtigste und wertvollste Dienst, Menschen in Not beizustehen: sie zu stützten, trösten, für sie da zu sein.“ Pfarrer Soffner sieht dabei auch den Gewinn für die Engagierten: „In der Notfallseelsorger haben wir die Möglichkeit, Menschen in Not beizustehen und damit die Erfahrung, etwas Wichtiges und Sinnvolles zu tun.“ Gemeinsam mit dem Hechinger Pastoralreferenten Peter Duttweiler und Dekanatsreferent Achim Wicker wollen sie ein neues Team der Notfallseelsorge für den Zollernalbkreis aufbauen und so mittelfristig die Anzahl der Notfallseelsorger und damit auch die Möglichkeiten des Einsatzes erhöhen.
Für diese wichtige Aufgabe suchen die Verantwortlichen Menschen aus dem Zollernalbkreis, die bereits sind, nach einer Qualifizierung in der Notfallseelsorge tätig zu werden. Peter Duttweiler sagt dazu: „Menschen in Not beizustehen, hatte Jesus uns eindrücklich vorgelebt und dies vor allem mit menschlicher Nähe. Dies versucht Kirche an vielen Stellen des gesellschaftlichen Lebens umzusetzen, eben auch in Notfallsituationen, in denen die Verwundbarkeit des Lebens besonders zu Tage tritt.“



