Flucht und Vertreibung

Ostermarsch für den Frieden

Ostermarsch Logo. Bild: Friedensnetz Baden-Württemberg

Pax christi ruft an Karsamstag zu einer Friedenskundgebung „Friedensfähig statt kriegstüchtig – Aufstehen für eine soziale und gerechte Welt" auf.

Der Protest gegen Regierungen weltweit, die Völkerrechtsverletzungen tolerieren oder begehen, wie jüngst im Zusammenhang mit dem Angriff auf den Iran und der Blockade des Gazastreifens, steht in diesem Jahr im Zentrum des Stuttgarter Ostermarschs am Karsamstag 4. April. Die Kritik richtet sich weiter gegen eine drohende Wehrpflicht, Aufrüstung, Militarisierung der Gesellschaft und Sozialabbau.

Zum Ostermarsch in Stuttgart ruft das Friedensnetz Baden-Württemberg gemeinsam mit zahlreichen Friedensinitiativen, -Organisationen und Gewerkschaftsgliederungen, darunter pax christi auf. In Baden-Württemberg finden in diesem Jahr 13 Ostermärsche, zum Teil mit pax christi Beteiligung, statt. Mit normalerweise über 2000 Teilnehmenden war der Ostermarsch in Stuttgart bislang der am besten besuchte.

Die Kundgebung im Verlauf

 

  • 10.45 Uhr: Kundgebung, EUCOM in Stuttgart Vaihingen (Nähe Katzenbachstr. 207) 
    Anschließend Radlerdemo vom EUCOM zum Schlossplatz
  • 85 Sekunden vor 12.00 Uhr*: Auftaktkundgebung, Schlossplatz
  • ca. 13.00 Uhr: Ostermarsch durch die Stuttgarter Innenstadt
  • ca. 14.00 Uhr Abschlusskundgebung, Schlossplatz

*Stand Weltuntergangsuhr: Diese beschreibt die Wahrscheinlichkeit einer möglichen globalen Katastrophe, für die Menschen verantwortlich sind. Es handelt sich um eine symbolische Uhr des "Bulletin of the Atomic Scientists", einem Magazin für Atomwissenschaftler:innen.

Aufruf zum Dialog und zur Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen

Im Aufruf zum Stuttgarter Ostermarsch heißt es: „Wir ächten Krieg als Mittel der Politik. Wir wollen Dialog, Wiederaufnahme von Verhandlungen über (atomare) Abrüstung! Wir unterstützen Friedensverhandlungen zur Beendigung des Ukrainekriegs! Wir fordern eine Initiative für eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur in Europa!“ Kritisiert wird, dass Deutschland das militärisch stärkste EU-Land und Drehscheibe für die NATO in Europa werden will. „Deutsche Waffen, auch aus Baden-Württemberg, befeuern die Kriege der Welt.“ Und weiter: „Die milliardenschweren Aufrüstungsprogramme der Bundesregierung, EU und NATO bedrohen unseren Sozialstaat und alle anderen Bereiche der zivilen Gesellschaft.“

Laut pax christi steht vielen Kommunen „das Wasser bis zum Hals“, doch Soziales, Klimaschutz und Kultur würden weiter zusammengekürzt, auch in Baden-Württemberg: „Die Landesregierung will Konversionen der kriselnden Industrie hin zu Rüstungsproduktion weiter unterstützen und nennt das wider besseres Wissen einen „Jobmotor“. Dabei hätten Investitionen in zivile Infrastruktur, Gesundheit und Bildung erwiesenermaßen einen zwei- bis dreimal höheren Effekt auf den Arbeitsmarkt“, heißt es weiter.

Ostermärsche sind Versammlungen für Friedenspolitik

Die Ostermärsche sind Versammlungen für Friedenspolitik, mit welchen die Prinzipien der UN-Charta, die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht verteidigt werden. „Wenn die Regierenden von Hochrüstung und Kriegstüchtigkeit reden, halten wir mit Friedensfähigkeit dagegen,“ heißt es im Aufruf. „Statt Zwangsmusterungen und Kriegsdienst für junge Menschen setzen wir uns für Friedensbildung an Schulen und freiwillige zivile Friedensdienste ein.“

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