Kirchenjahr

Osterweg in Stuttgart

Osterweg in Stuttgart

15 Stationen laden dazu ein, die letzten Tage Jesu bis zur Auferstehung mitzugehen. V.r.: Angela Schmid und Simone Cliandro. Foto: Stadtdekanat Stuttgart

Auf rund 2,5 Kilometern verbindet er zentrale Orte der Innenstadt mit 15 Stationen, die den Weg Jesu von Jerusalem bis zur Auferstehung nachzeichnen.

Das Angebot richtet sich bewusst an alle – unabhängig von der religiösen Prägung – und kann individuell, im eigenen Tempo und jederzeit begangen werden. Zu jeder Station gibt es eine Bibelstelle, einen Impuls, eine Aktionsidee für Familien und einen Song. Der Weg führt von der Stiftskirche über St. Eberhard und den Schlossgarten die Stäffele hinauf bis zur katholischen Kirche St. Konrad. 

Gerade in den Kar- und Ostertagen suchen viele Menschen nach persönlichen Zugängen zu den großen Fragen von Leben, Leiden, Hoffnung und Neubeginn. Der Osterweg greift dieses Bedürfnis auf und verbindet die biblische Geschichte mit dem eigenen Leben und der eigenen Stadt. Es ist ein Angebot, das mit einfachen Mitteln auskommt: An jeder Station wartet ein buntes Band mit einem QR-Code auf die Besucherinnen und Besucher. Über das Smartphone können die passende Bibelstelle, der begleitende Impuls, ein Popsong zum Thema sowie der Standort der Station aufgerufen werden. Für Familien kann die Suche nach dem nächsten Band auch zu einer kleinen Schnitzeljagd werden. Für Kinder gibt es zusätzliche Anregungen und Ideen. 

Die Geschichte Jesu mit der eigenen Stadt und dem eigenen Leben verbinden

„Mit dem Stuttgarter Osterweg machen wir ein offenes Angebot zu unserem wichtigsten christlichen Fest. Man kann den Weg alleine gehen, mit Familie, als Paar oder auch als Gruppe. Der Stuttgarter Osterweg ist niederschwellig, digital und lebt davon, dass sich die Menschen auf die Impulse und Anregungen einlassen“, sagt Mitorganisatorin und Dekanatsreferentin Angela Schmid.

Im Zentrum steht die Einladung, die Ereignisse rund um Jesus Leidensweg und Auferstehung nicht nur historisch zu betrachten, sondern mit eigenen Erfahrungen zu verbinden. So führt etwa Station 3, die sich mit der Fußwaschung beschäftigt, zum Brunnen vor dem Haus der Geschichte. „Jesus hat den Jüngern die Füße gewaschen. Er hat sich zum Diener der anderen gemacht, das ist eine starke Geste. Jesus ist ein Mensch, der seit 2000 Jahren Vorbild ist, Fragen auslöst, Faszination bewirkt und Glaube weckt. Entdecken muss man ihn immer für sich selbst – im eigenen Leben“, sagt Angela Schmid. 

Ein schweres Holzkreuz im Hof der slowenischen Gemeinde

Gegen Ende des Weges in Station 13 im Hof der Slowenischen Katholischen Gemeinde wartet ein mannshohes schweres Holzkreuz auf die Besucherinnen und Besucher. „Wer versucht, das Kreuz hochzustemmen, merkt sofort, wie schwer die Last ist“, sagt Mitorganisatorin Simone Caliandro von der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Mitte. Auch Simone Caliandro betont die persönliche Dimension: „Die Geschichte Jesu betrifft uns in unserer eigenen Verwundbarkeit und in der Hoffnung, die uns durch seine Auferstehung geschenkt ist. Diese Hoffnung kann uns immer wieder tragen und aufrichten.“ Der Weg selbst – oft bergauf, Schritt für Schritt – werde Teil der Erfahrung. 

Der Stuttgarter Osterweg ist bist 14. April offen für alle

Der Osterweg ist ein gemeinsames Projekt der katholischen und evangelischen Kirche. Die Bänder mit den Stationen sind bis Dienstag, 14. April zu finden. Die Strecke führt 2,5 Kilometer von der evangelischen Stiftskirche bis zur katholischen Kirche St. Konrad. Erforderlich ist ein Smartphone, um Zugriff auf die Homepage mit den Impulsen zu bekommen. Fast alle Stationen sind barrierefrei zu erreichen. 

Alle Informationen finden sich auf der Homepage der Katholischen Kirche Stuttgart www.kath-kirche-stuttgart.de/glauben/osterweg

Weitere Nachrichten

Bischof
Bischof Dr. Klaus Krämer und Pfarrer Sizar Happe von der Chaldäischen Gemeinde Stuttgart feiern gemeinsam Gottesdienst nach chaldäischem Ritus.
Weiterlesen
Demokratie
Diözesanleitung und Landräte treffen sich im Bischofshaus in Rottenburg zum Gespräch.
Bei einem Treffen von Kirche und Politik im Bischofshaus geht es um den Entwicklungsprozess „Kirche der Zukunft“ und um die Situation der Landkreise.
Weiterlesen