Caritas

Second-Hand-Waren, Café und Tafellladen

Einige Menschen stehen und sitzen im Café-Bereich. Im Hintergrund sind die Regale des Tafelladens zu sehen.

Regale, Kasse und Kühlschränke des Tafelladens stehen während des Café-Betriebs aufgeräumt in einem abtrennbaren Bereich - Foto: Caritas/Helen Bartknecht

Nach Umbau nutzen Fairkauf samt Café und Tafelladen der Caritas die Räumlichkeiten in Weingarten flexibel.

Das soziale Kaufhaus „Fairkauf“ gibt es in Weingarten seit 25 Jahren. Jährlich gehen im Schnitt 30.000 Kundinnen und Kunden ein und aus, Tendenz steigend. Laut einer Erhebung im Jahr 2023 gingen 212.000 Artikel über den Ladentisch, alle gespendet. Fairkauf gibt den Dingen ein zweites Leben, rettet Alltagsgegenstände vor der Tonne. Ein unverzichtbarer Mehrwert für die Umwelt und natürlich für die Kundschaft. Im selben Gebäude waren bisher der Tafelladen CariSATT und CariSINA, das Angebot eines Mittagstisches, untergebracht.

Der Umbau in den vergangenen drei Monaten bedeutete eine Umgestaltung für die Tafel-Verkaufsräume und am Ende auch ein Zusammenwachsen der Ladenfläche von Fairkauf und Tafel. Die Tafel heißt ab sofort nur noch Tafel Weingarten unter dem deutschlandweiten orangefarbenen Logo. Sie funktioniert flexibel mit rollbaren Tischen, einer fahrbaren Kasse und sogar Kühlschränken, die leicht ins neue Fairkauf Café bewegt werden können. Wenn das Café während dem regulären Fairkauf-Betrieb geöffnet hat, verbergen sich alle Tafel-Utensilien hinter einem mit Lamellen-Vorhang verborgenen Raumabschnitt.

Begegnungsort ohne Konsumzwang

Der Mittagstisch wird zweimal in der Woche von Ehrenamtlichen und einem Schülerteam des Körperbehindertenzentrums Oberschwaben gekocht und im Fairkauf-Café serviert. Bei den Ehrenamtlichen kommt die Erneuerung gut an. „Mehr Luft, mehr Raum, mehr Freiheit“, sagt Marion Lipp begeistert. In diesem Eindruck bestätigten sie viele am Tag der offiziellen Einweihung, an dem sich auch Weingartens Bürgermeister Alexander Geiger ein Bild machte. Die Wände sind in frischem, freundlichen Gelb gestrichen, wirken sehr warm und einladend.

Fianzielle Unterstützung für den Umbau kam von der Kottmannstiftung, vom deutschen Tafelverband und vor allem vom Deutschen Hilfswerk sowie von der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Weingarten. „Wir sehen uns als zentrale Anlaufstelle im Quartier“, sagt Christopher Schlegel, „und durch den multifunktionalen Raum sollen hier noch mehr als in der Vergangenheit Menschen zusammenkommen.“ Der Caritas-Fachleiter betont, dass das Fairkauf-Café ein Ort der Begegnung sei, wo es sich ohne Konsumzwang verweilen lässt. Er sei gespannt, wie alles wächst.

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