Auf einer einstigen Brache entsteht in Heilbronn Bauabschnitt für Bauabschnitt das neue Stadtquartier Neckarbogen. Hier sollen am Ende mehr als 3000 Menschen in einem modernen Umfeld wohnen. „Da müssen wir was machen“, formuliert Pfarrer Roland Rossnagel die Überzeugung, dass auch die Kirche die Entwicklung des neuen Wohn- und Lebensorts mitgestalten und die Menschen begleiten muss. Daher hat die katholische Gesamtkirchengemeinde Heilbronn das Projekt „Kirche in und um das Stadtquartier Neckarbogen“ gestartet.
„Als Kirche müssen wir für die Menschen und ihre Anliegen da sein“, sagt Michael Dieterle. Kirche müsse anschlussfähig werden und an Orten präsent sein, an denen die Menschen leben und arbeiten. Dieterle hat vor Kurzem die Projektstelle „Kirche in und um das Stadtquartier Neckarbogen“ übernommen. Bei einem Pressegespräch erläutern er und die weiteren Beteiligten, was es damit auf sich hat.
Bundesgartenschau liefert die Idee
Den Ausgangspunkt bildete die Bundesgartenschau (Buga) und das damalige Hochgefühl, wie Rossnagel erklärt. Die Buga 2019 weckte nicht nur eine positive und motivierende Stimmung in der Heilbronner Stadtgesellschaft, sondern präsentierte mit den ersten bezogenen Gebäuden die ersten Konturen des Stadtquartiers Neckarbogen.
Für dessen Bewohnerinnen und Bewohner ist Dieterle nun als Ansprechpartner da. Für ihn sei es erst einmal wichtig, zu hören, welche Bedarfe die Menschen haben, skizziert er sein Verständnis von der seelsorgerlichen Quartiersarbeit. So hat Dieterle bereits das Gespräch mit einzelnen Menschen gesucht, um zu erfahren, wie es sich im Neckarbogen lebt. Außerdem ist er in die digitale Kommunikation der Bewohnerinnen und Bewohner untereinander eingebunden.
Aufbau eines Netzwerks
Wie Dieterle weiter ausführt, möchte er ein Netzwerk zu den verschiedenen Einrichtungen im Quartier aufbauen: Eine städtische Kindertagesstätte und eine private Schule finden sich beispielsweise im Neckarbogen. Demnächst kommt ein Wohnprojekt für Senior:innen dazu.
Bereits etabliert ist der Kontakt und die Zusammenarbeit mit Anja Grunwald von der Evangelischen Stiftung Lichtenstern, die im Neckarbogen ein inklusives Café betreibt und Wohnen für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung anbietet. Und so findet das Pressegespräch auch im Quartiersraum der Stiftung statt, wo Grunwald als Projektleitung Netzwerkaufbau Neckarbogen ihr Büro hat.





