„Hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor“, lautet eine Textzeile im berühmten Weihnachtslied, das der Priester und Pädagoge Christoph von Schmid um 1808 gedichtet hat. In der Weihnachtskrippe auf dem Schönenberg blicken die Engel vom Rahmen der Himmelskulisse auf das weihnachtliche Geschehen in Bethlehem herab; einer von ihnen trägt ein Banner mit der Aufschrift „Gloria in excelsis Deo“ – und ist die Lieblingsfigur von Daniela Sauer. „Es waren die Engel, die als erste die Geburt Jesu verkündet haben – mit einem ganz wundervollen Gesang, der endlich Frieden in die Welt bringen sollte“, sagt die dreifache Mutter, die seit ihrer eigenen Kindheit in der Gemeinde verwurzelt ist. Seit über 25 Jahren spielt sie hier Orgel und ist mit einem Team auch bei der Vorbereitung des Krippenspiels der Erstkommunionkinder und des Kinderchors Eigenzell engagiert. „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden“: Wenn die Kinder „wie die Engel in der Heiligen Nacht“ diesen Satz singen, vermögen sie damit bestimmt viele Menschen zu berühren, ist sie überzeugt.
Der Engel passt zum Jahreswechsel: wenn Menschen an Silvester Bilanz ziehen nach einem vielfach so unfriedlichen Jahr; und wenn sie vielleicht einen Vorsatz fassen, im neuen Jahr selbst ein bisschen mehr zum Frieden beizutragen. „Das Wort Frieden weckt eine Sehnsucht in mir“, sagt Daniela Sauer, „die Sehnsucht nach einer Welt, in der sich Menschen mit Respekt begegnen und wo es ein Miteinander ohne Streit gibt“.






