Weihbischof Matthäus Karrer hat am Samstag, 28. Februar 2026, vier junge Männer im Dom St. Martin zu Rottenburg durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen geweiht.
“Ja” zu einem Weg mit Jesus
In seiner Predigt wandte sich Matthäus Karrer direkt an die vier Weihekandidaten Benjamin Betzler, Joji Joseph, Patrick Marburger und Tristan Pohlmann und stellte fest: „Sie als junge Menschen sagen heute ‚Ja‘ zu einem Weg mit Jesus.“ Dabei gehe es Jesus nicht um Macht, Gewalt und Herrschaft, sondern um eine geistliche Beziehung zu Gott, betonte Karrer. Deswegen hätten sich einige aus der Jüngerschaft auch von Jesus abgewendet, sagte Karrer bezugnehmend auf das zuvor gehörte Johannes-Evangelium. Der Weihbischof betonte weiter: „Wenn wir uns den Kontext des Evangeliums anschauen, dann finden wir eine Gemeinde, die der Bedrohung und der Verfolgung ausgesetzt war. Und auch wir leben in bewegten Zeiten.“
Transformations- und Veränderungsprozess
Neben dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine benannte Weihbischof Karrer auch die gesellschaftlichen Diskussionen und Herausforderungen in Deutschland, sowie die aktuelle Situation der katholischen Kirche. „Wir erleben, wie wir weniger werden, wie viele Menschen uns den Rücken zukehren und wie wir in unserer Diözese jetzt hineingehen in einen großen Transformations- und Veränderungsprozess, wie es ihn in der Geschichte unserer Diözese noch nicht gegeben hat“, so Karrer weiter. Damit spielte der Weihbischof auf den von Bischof Dr. Klaus Krämer zu Beginn des vergangenen Jahres gestarteten Entwicklungsprozesses „Kirche der Zukunft“ an, der die Diözese Rottenburg-Stuttgart bis 2030 fit für die Zukunft machen soll.
Das karitative Wirken und Handeln
„Sie, liebe Diakone, sagen ‚Ja‘ genau zu diesem Weg und in dieser Zeit mit all ihren Herausforderungen. Und deswegen möchte ich ihnen heute auch danken für Ihre Bereitschaft, diesen Weg zu gehen“, sagte Weihbischof Matthäus Karrer zu Benjamin Betzler, Joji Joseph, Patrick Marburger und Tristan Pohlmann.
Trotz der bevorstehenden Herausforderungen ermutigte der Weihbischof die vier neu geweihten Diakone, sich in ihrem Diakonenjahr, auf dem Weg zur Priesterweihe, der Seelsorge und dem karitativen Wirken zu verschreiben. „Nehmen Sie sich für das kommende Jahr ein ganz konkretes Projekt vor, wo sie sagen können, hier bin ich nahe bei den Menschen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die beste Glaubensverkündigung letztendlich das karitative Wirken und Handeln in unserer Gesellschaft von heute darstellt“, gab Weihbischof Matthäus Karrer den vier neuen Diakonen mit auf den Weg.




