Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine hat die Katholische Spitalstiftung Horb bereits vier Transporte mit zwölf Tonnen Hilfsgütern auf den Weg ins westukrainische Boryslaw gebracht und die nächsten beiden Transporte folgen demnächst. Die Horber Stiftung pflegt seit 2001 eine Partnerschaft mit dem Sozialzentrum der ukrainisch griechisch-katholischen Kirchengemeinde in der Kleinstadt unweit der polnischen und ungarischen Grenze.
Laut Peter Silberzahn, dem früheren Direktor der Spitalstiftung, der die aktuellen Hilfen für Boryslaw mit koordiniert, sollen am 13. Mai und 3. Juni nun erneut sechs Tonnen Hilfsgüter in Richtung Ukraine transportiert werden. Geliefert würden beispielsweise haltbare Lebensmittel, Waschmittel, Hygieneartikel, Windeln, Kleider, Handtücher und Bettwäsche.
Das Caritaszentrum ist eine wichtige Anlaufstelle für die vielen Menschen, die sich vor den Bombenangriffen im östlichen Teil der Ukraine auf der Flucht befinden.
Peter Silberzahn
"Teilweise erhalten wir Sachspenden, außerdem kaufen wir mit den eingegangenen Geldspenden zusätzliche Hilfsgüter ein", sagt Silberzahn und stellt fest: "Wir können von Horb aus nur einen kleinen Beitrag leisten, um die Not der vielen Binnenflüchtlinge, aber auch der durch die Mitarbeitenden des Sozialzentrums betreuten Waisenkinder und jungen Erwachsenen mit Handicap zu lindern. Das Caritaszentrum dort ist aber eine wichtige Anlaufstelle für die vielen Menschen, die sich vor den Bombenangriffen im östlichen Teil der Ukraine auf der Flucht befinden und deshalb ist unsere Unterstützung so wichtig."
Spendenbereitschaft ist groß
In der Katholischen Spitalstiftung in Horb seien bereits eine Woche nach dem ersten Spendenaufruf Hilfsgüter im Wert von grob geschätzt 15.000 Euro eingegangen und der Spendenstand Anfang Mai liege bei 70.000 Euro. "Wir sind überwältigt von der großen Spendenbereitschaft. Bei allen Hilfslieferungen können wir benötigte Waren gezielt zukaufen und mitschicken", freut es Silberzahn. Um schnell zu helfen, sei bereits auch schon Geld nach Boryslaw für den Lebensmittel-Einkauf überwiesen worden.
Dabei freut sich Silberzahn auch über die vielfältige Unterstützung aus der Region und nennt beispielhaft eine Sammelaktion am Sankt-Meinrad-Gymnasium in Rottenburg sowie einen Spendenaufruf des katholischen Dekanats Balingen, der über 16.000 Euro erbrachte. "Besonders dankbar sind wir auch für die Unterstützung der Horber Firma Luftfilter Volz, die ein Zweigwerk in der Slowakei hat. Sie organisiert und finanziert den Transport der Hilfsgüterlieferungen von Horb über die Slowakei an die polnisch-ukrainische Grenze", stellt Silberzahn fest.