Veronika-Stiftung

Schnell und innovativ

Mit einem Symposium feiert die Veronika-Stiftung ihren 20. Geburtstag. Mit dabei sind (von links): Elke Zimmermann, Matthäus Karrer, Monika Stolz und Alfons Maurer. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Freuen sich über eine gelungene Veranstaltung anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens der Veronika-Stiftung (von links): Elke Zimmermann, Matthäus Karrer, Monika Stolz und Alfons Maurer. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Die Veronika-Stiftung stellt anlässlich ihres 20. Geburtstags die Frage, wie Förderstiftungen gesellschaftliche Solidarität stärken.

Um die Frage, was Förderstiftungen für den Zusammenhalt der Gesellschaft leisten, ging es bei einem Symposium aus Anlass des 20. Geburtstags der Veronika-Stiftung der Diözese Rottenburg-Stuttgart in den Räumen des Bischöflichen Ordinariats.

Dr. Monika Stolz, stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende, gab darauf eingangs gleich mehrere Antworten: „Stiftungen lassen Werte lebendig werden, sie befördern kreative Lösungen, machen versteckte Not sichtbar, nehmen sich ihr an und sie fördern Gemeinschaft.“ Außerdem, fuhr sie fort, könnten Stiftungen denjenigen Menschen verlässliche Ansprechpartner sein, die mit ihren Mitteln etwas Gutes bewirken möchten.

Dr. Alfons Maurer, Vorstand der Veronika-Stiftung, verwies darauf, dass Förderstiftungen vor allem dort zum Tragen kommen, wo es keine staatlichen Hilfen gibt. „In diese Lücke stoßen Stiftungen, die sich durch eine hohe Flexibilität auszeichnen“, hielt er fest.

Weihbischof Matthäus Karrer beschrieb die Gemeinsamkeiten zwischen den Förderstiftungen und dem Kirchenentwicklungsprozess „Kirche am Ort“ (KiamO) in der Diözese. Beiden gehe es darum, Menschen durch Seelsorge stark zu machen und Förderstiftungen böten in dem Zusammenhang immer wieder die Möglichkeit, innovative Seelsorgeprojekte zu realisieren, hielt Karrer fest.  Eine andere Parallele sei, dass Stiftungen Menschen dazu ermutigten, aktiv zu werden, etwas zu tun. Denn auch bei KiamO gehe es sehr um Engagement- und Ehrenamtsförderung. Drittens gehe es immer auch darum, „solidarische Netzwerke“ unterschiedlicher Partner für eine gemeinsame örtliche Sozialpolitik zu etablieren. Und auch für Stifter liege der Wert der Förderstiftungen so in ihrer Fähigkeit, schnell zu reagieren und neue, innovative Ideen auf den Weg zu bringen. Die Kirche müsse ihren Blick dabei nach außen, in die Gesellschaft hinein richten und dort aktiv werden. „Es geht darum, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen“, sagte Weihbischof Karrer. Hier müsse Kirche auch investieren.

Zum Ende des Nachmittags im Bischöflichen Ordinariat waren die Teilnehmenden zu einer von der Veronika-Stiftung geförderten Lecture-Performance eingeladen. Diese basierte auf dem Buch „Bruchstücke“ von Kathrin Feldhaus und Margarethe Mehring-Fuchs, das die beiden Autorinnen anhand ihrer während eines Jahres gesammelten Erfahrungen mit an Demenz erkrankten Menschen verfasst hatten.

Zum Hintergrund

Die Veronika-Stiftung ist eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und wurde 2002 von Bischof Dr. Gebhard Fürst gegründet. Nach den Förderrichtlinien der Stiftung stehen kranke Kinder und alte Menschen im Fokus. Damit Kinder, die unter Schmerz leiden und deren Angehörige entlastet werden, fördert die Stiftung persönliche und behutsame Betreuungen. Diese positiven und seelsorgerlichen Projekte finden in Kinderstationen, Pflegediensten für Kinder und Kinderhospizen statt. Für ein würdiges Altern unterstützt die Stiftung Altenpflegeheime und die qualifizierte Begleitung von Schwerkranken in Palliativ- und Hospizstationen.

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