Gartenschau

Start mit kunterbuntem Gottesdienst

Beim ökumenischen Eröffnungsgottesdienst der Landesgartenschau (v.l.) Lektorin und Lektor, Pfarrerin Elisabeth Jooß, Pfarrer Claus Blessing, Pastor Stefan Schörk, Weihbischof Matthäus Karrer und Prälatin Gabriele Wulz - Foto: DRS/Waggershauser

Wangener Kirchen eröffnen ihr gastfreundliches Angebot auf der Landesgartenschau.

„Sei du unser Gast“ - unter diesem Motto bieten die Kirchen bis zum 6. Oktober ein umfangreiches Programm auf der Landesgartenschau in Wangen im Allgäu. Zwei Tage nach der offiziellen Eröffnung feierten die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden sowie die evangelisch-methodistische Gemeinde der Stadt am Sonntag einen ökumenischen Gottesdienst auf der Hauptbühne. Matthäus Karrer, Weihbischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, und die Ulmer evangelische Prälatin Gabriele Wulz griffen in ihren Ansprachen das Thema Gastfreundschaft auf.

Prälatin Wulz betonte die Chance, neue Erfahrungen zu machen und die Verbundenheit mit Gottes Schöpfung zu spüren. „Sie machen dieses Gelände zum Gastraum“, dankte sie vor allem den vielen ehrenamtlich Engagierten unter den Mitfeiernden. Gastgeber zu sein heiße nicht nur Gäste zu empfangen und sie zu bewirten, gab Weihbischof Karrer zu bedenken. „Ihr seid bei den Menschen zu Gast“, sagte er. Es gelte, sich für die Besucher:innen zu interessieren, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, zu feiern und Mahl zu halten. So habe es auch Jesus beim Zöllner Zachäus im Evangelium gemacht.

Sich für die Besucher:innen interessieren

Weihbischof Karrer kennt nicht nur das Tischgebet, aus dem das Kirchenmotto entnommen ist. Als Gastwirtssohn im benachbarten Deuchelried habe er schon von klein auf gelernt, Menschen, die kommen, so anzunehmen, wie sie sind. Das verriet er dem evangelisch-methodistischen Pastor Stefan Schörk, der mit launigen Fragen die Mitglieder der Kirchenleitungen vorstellte. Zusammen mit Pfarrer Claus Blessing und Pfarrerin Elisabeth Jooß gestaltete er die Liturgie. Kantor Georg Enderwitz am E-Piano sorgte mit einem Bläsertrio für musikalischen Schwung und für die Begleitung der Lieder.

Immer wieder läutete das Glöckchen an einem der drei überdimensionalen Holzstühle. Sie markieren den Garten der Kirchen nahe dem Eingang Süd. Hier stärkten sich im Anschluss an den Gottesdienst Wangener und Gäste bei Getränken und Knabbereien. Das Kirchengelände mit Holztischen und Bänken sowie einem stabilen Zeltdach lädt zum Verweilen ein und bietet täglich den Rahmen fürs Mittagsgebet um 12 Uhr. Die Sonntagsgottesdienste werden weiterhin auf der Hauptbühne gefeiert und die Reihe „wertvoll“ lockt immer am Dienstagabend mit Themen wie selbstbestimmtes Sterben, Bibel und Koran oder Kräuter und Gesundheit auf die Argenbühne.

Unkomplizierte ökumenische Zusammenarbeit

Weihbischof Karrers Hauptabteilung Pastorale Konzeption ist im Bischöflichen Ordinariat in Rottenburg für die Gartenschauen in ganz Württemberg zuständig. Für ihn ist das „größte Sommerfest im Allgäu“, wie es die Organisatoren bewerben, nicht nur wegen seiner Heimatstadt etwas Besonderes. „Es war von Anfang an ein unkompliziertes ökumenisches Miteinander“, freute er sich. Die Vielfalt der Kirchen spiegle sich sicher auch im bunten Familienprogramm jeweils am Samstag und Sonntag wider sowie freitags bei den musikalischen Abendklängen im Garten der Kirchen. Das Wichtigste sei aber die Begegnung.

Begegnung im Garten der Kirchen

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