Personal

"Stets hilfsbereit und menschennah"

Das Foto zeigt von rechts nach links Bischof Dr. Gebhard Fürst, Professor Dr. Felix Hammer, dessen Ehefrau Uta und Dr. Clemens Stroppel. Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Thomas Brandl

Die Diözese hat ihren Justiziar und Kanzler Prof. Dr. Felix Hammer in den Ruhestand verabschiedet. Dessen Aufgaben werden künftig geteilt.

Abschied nach 21 Jahren als Justiziar und Kanzler der Diözese Rottenburg-Stuttgart: Bischof Dr. Gebhard Fürst und Generalvikar Dr. Clemens Stroppel haben im Rahmen einer Feierstunde am 6. Juli 2023 im Rottenburger Bischofshaus Prof. Dr. Felix Hammer viele lobende Worte mit auf den Weg in den Ruhestand gegeben. "Sie haben sich um die Ortskirche der Diözese Rottenburg-Stuttgart sehr verdient gemacht und großartige Arbeit geleistet!", sagte Gebhard Fürst. "Dabei waren Sie stets eloquent, humorvoll, hilfsbereit und menschennah."

Clemens Stroppel zitierte den Apostel Paulus: "Gott hat uns den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit gegeben." Er wünsche deshalb dem scheidenden Kanzler und Justiziar für den Ruhestand besonders die Kraft des Glaubens und der Besonnenheit, um in diesen schwierigen Zeiten leben zu können – seine Arbeit im Bischöflichen Ordinariat habe Professor Hammer ohnehin stets mit Liebe getan. 

Die Familie und die Wissenschaft

Der "fromme und gescheite Mann" (so sein geistiger Ziehvater Prof. Dr. Martin Heckel von der Uni Tübingen bei der Verabschiedung im Bischofshaus) machte in seinen Dankesworten keinen Hehl daraus, dass ihn "der traurige momentane Zustand der Kirche", für die er nicht nur 21 Jahre hauptberuflich gearbeitet, sondern sich in seiner Heimat Weil der Stadt in früheren Jahren als Ministrant, Jugendleiter und in Veröffentlichungen eingesetzt habe, sehr schmerzt. Stark steigende Austrittszahlen. Zerstrittenheit und der "widerwärtige sexuelle Missbrauch", so Felix Hammer, schienen alles Vertrauen in die Kirche, alle Glaubwürdigkeit zu zerstören.

Dennoch dürfe nicht übersehen werden, dass die katholische Kirche in ihrer fast 2000-jährigen Geschichte immer wieder Phasen des Niedergangs und der Zerstörung gekannt habe und dann wieder glanzvoll und mit neuem Mut eine Renaissance gefunden habe: "Ich hoffe sehr, dass eine solche bald bevorsteht." Im Ruhestand will sich der 66-jährige Jurist und Kirchenrechtler nun wieder mehr seiner Familie und der wissenschaftlichen Arbeit widmen. 

Schaller und Krämer folgen auf Hammer

Angesichts der großen, in den vergangenen Jahren stets weiter gewachsenen Aufgabenfülle des Diözesanjustiziars und Kanzlers werden dessen Aufgaben ab sofort getrennt wahrgenommen. Die Juristin Dr. Rebecca Schaller, bislang als Leitende Direktorin bereits Chefin der Hauptabteilung Gesellschaften und Stiftungen / Wirtschaftsrecht, hat die Aufgaben der Diözesanjustiziarin übernommen und erhält in dieser Funktion die Zuständigkeit für die Stabsstellen Revision, Datenschutz und Steuerrecht.

Domkapitular Dr. Klaus Krämer als Leiter der Hauptabteilung Kirchliches Bauen ist nun auch für die Zentrale Verwaltung, die IT-Abteilung, das Diözesanarchiv, die Registratur, die Rechtsdokumentation und das Kirchliche Amtsblatt zuständig.

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