Soziales

Tafelladen bekommt mehr Platz

Lebensmittelspenden zur Wiedereröffnung: Landrat Peter Polta (von links), Oberbürgermeister Michael Salomo, Caritas-Regionalleiter Markus Mengemann und Tafelladen-Leiter Dietmar Wotsch freuen sich über mehr Platz für immer mehr Kunden im Heidenheimer Tafelladen. Foto: drs/Jerabek

Gut zwei Dutzend Ehrenamtliche leisten im Tafelladen in Heidenheim täglich herausragende Arbeit. Jetzt ist der Laden in größere Räume umgezogen.

Der Tafelladen ist nach den Worten von Pfarrer Tuan Anh Le „ein Ort der ganz konkreten und praktizierten Nächstenliebe". Wenn der heilige Paulus schreibe: 'Gott ist die Liebe', dann könne man sagen, dass Jesus die menschgewordene Liebe ist. „Er hat gezeigt und vorgelebt, wie konkrete Nächstenliebe passieren kann", sagte Le und dankte allen im Tafelladen Tätigen, „dass sie dieser konkreten Nächstenliebe ein Gesicht geben, dass sie in die Fußspuren Jesu treten". Le ist Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Maria in Heidenheim, die den Tafelladen zusammen mit dem Caritas-Zentrum Heidenheim trägt.

„Eine gute Fügung"

Weil die Kunden immer mehr werden und der Raum zuletzt sehr beengt gewesen sei, habe man sich auf die Suche nach größeren Räumlichkeiten gemacht, erklärte Markus Mengemann, Regionalleiter der Caritas Ost-Württemberg. Nur wenige Häuser vom bisherigen Standort entfernt ist man fündig geworden: Das neue Ladengeschäft an der Wilhelmstraße 49 verfügt ungefähr über die doppelte Fläche. Mehr Fläche biete die Chance, mehr Menschen zumindest eine Sorge des Alltags zu nehmen, sagte Mengemann und dankte auch für das Entgegenkommen von Hauseigentümer Stefan Doraszelski beim Mietpreis und für die vermittelnde Unterstützung von Landrat Peter Polta. „Manchmal braucht's einfach auch eine gute Fügung", so Mengemann.

Geschenkte Hoffnung

Oberbürgermeister Michael Salomo nannte es „eine Herausforderung für unsere Gesellschaft zu sehen, dass solche Einrichtungen stetig wachsen. Wir als Gesellschaft müssen schauen, dass wir nicht einen Teil abhängen", sagte der OB. Gerade mit Blick auf Weihnachten zeige sich, „wie unverzichtbar Einrichtungen wie die Heidenheimer Tafel sind". Die Mitarbeitenden der Tafel schafften „mit ihrer Arbeit Zuversicht unter den Kundinnen und Kunden; sie schenken Hoffnung unter unseren Mitmenschen, die in finanzieller Bedrängnis und oft genug in finanzieller Not leben - Menschen, die sich Lebensmittel und Waren im regulären Handel nicht leisten können".

Zwischen 90 und 110 Kundinnen und Kunden kaufen jeden Tag im Heidenheimer Tafelladen ein, rechnete Dietmar Wotsch, Leiter des Heidenheimer Tafelladens, vor. Mit rund 700 ausgegebenen Tafelausweisen habe sich der Kundenkreis in wenigen Jahren fast verdoppelt. Auch Landrat Peter Polta hob den wichtigen gesellschaftlichen Auftrag der Tafeln hervor. Deutschlandweit seien es inzwischen 1,6 bis zwei Millionen Menschen mit Existenzsorgen, für die etwa 260.000 Tonnen Lebensmittel im Jahr in fast 1000 Tafelläden zur Verfügung stehen.

Dank für tatkräftige Unterstützung

Vor dem Hintergrund der gewachsenen Herausforderungen sprach Polta den Ehrenamtlichen aus den Kirchengemeinden, den Mitarbeitenden der Caritas sowie den örtlichen Bäckereien, Einzelhändlern und Firmen seinen Dank für die tatkräftige Unterstützung aus. „Sie leisten da wirklich tagtäglich herausragende Arbeit", sagte Polta. Neben einem großen ehrenamtlichen Engagement gibt es im Tafelladen auch Arbeitshilfe-Maßnahmen des Jobcenters, die Perspektiven für den Arbeitsmarkt eröffnen. Die Redner erinnerten in ihren Grußworten auch an das gute Miteinander der hier engagierten Menschen und an das „tolle Klima der Unterstützung" durch Privatspender und Firmen, die regelmäßig helfen. Gleich mehrere größere Sach- und Geldspenden wurden anlässlich der Wiedereröffnung überreicht.

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