Vier Tage war Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, mit der roten Kampagnentür unterwegs am Bodensee und in Oberschwaben. Die Tour griff das Motto der diesjährigen Caritas-Jahreskampagne auf: „Da kann ja jeder kommen. Caritas öffnet Türen.“ Und tatsächlich: Nicht nur die symbolische rote Tür, die von Ort zu Ort mitreiste, stand im Mittelpunkt – auch in den besuchten Einrichtungen, Gemeinden und Diensten öffneten sich Türen im ganz praktischen Sinn. Zum Auftakt stand die rote Tür nach dem Sonntagsgottesdienst in Langenargen auf dem Kirchplatz und öffnete den Blick über den See auf die Alpen.
Berge, die Bayern, Österreich und die Schweiz miteinander teilen – ein Sinnbild für offene Grenzen. Tourismusseelsorger Matthias Fahrner betonte, wie sehr die Region von dieser Freizügigkeit lebt. Gleichzeitig erinnerten Mitarbeiterinnen der Caritas-Sozialstation daran, wie schmerzlich die Corona-Pandemie gezeigt hat, wie verletzlich Mobilität ist. Plötzlich konnten Pflegekräfte, die jenseits der Grenze lebten, nicht mehr zur Arbeit kommen. Ein „Erfahrungsschock“, der noch nachwirkt. Für Welskop-Deffaa Anlass, die Tür bewusst auch als Symbol für die Frage zu nutzen, ob Grenzen verbinden oder trennen.




