Nachruf

Über Jahrzehnte hinweg viele Menschen inspiriert und begleitet

Monsignore Peter Schmid. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart

Trauer um Monsignore Peter Schmid. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart trauert um Monsignore Peter Schmid.

Der frühere Domkapitular und Leiter der Hauptabteilung „Schulen“ im Bischöflichen Ordinariat verstarb am 12. März im Alter von 81 Jahren. „Mit Monsignore Peter Schmid verliert die Diözese Rottenburg-Stuttgart einen ihrer profiliertesten Priester, der mit seiner authentischen Spiritualität viele Menschen über Jahrzehnte hinweg inspiriert und geistlich begleitet hat“, sagt Prälat Dr. Klaus Krämer, Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators.

„Durch sein Wirken in der pastoralen Ausbildung, in der Geistlichen Begleitung und seine Verantwortung für das Bischöfliche Schulamt hat er mit der ihm eigenen pädagogischen und spirituellen Kompetenz Impulse gesetzt, die unvergessen bleiben und noch lange wirken werden. Ich selbst denke mit großer Dankbarkeit an die gemeinsame Zeit im Domkapitel zurück. Als damals noch junger Domkapitular habe ich durch seine große Erfahrung, seine mitbrüderliche Zugewandtheit und seinen geistlichen Weitblick wertvolle Impulse und Anregungen erfahren“, sagt Krämer. Und weiter: „Sein letzter Wunsch war es, dass alle, mit denen er geistlich unterwegs war, ihm vor Gott ein barmherziges Gedenken schenken mögen. Ich bin mir sicher, dass in diesen Tagen viele Frauen und Männer in unserer Diözese und weit darüber hinaus in der Trauer um Monsignore Peter Schmid, vor allem aber im Gebet für ihn verbunden sind.“

Ein Rückblick auf das Leben von Monsignore Peter Schmid und auf sein vielfältiges Wirken: Schmid wurde im Mai 1942 in Friedrichshafen geboren und ist in Ingoldingen aufgewachsen, wo er bis zuletzt als Pfarrpensionär lebte. Nach dem Abitur in Saulgau im Jahr 1962 nahm er zunächst ein Pädagogik-Studium an der Pädagogischen Hochschule Weingarten auf und war anschließend Lehrer an der Gehörlosenschule Schramberg-Heiligenbronn. Von 1968 bis 1972 studierte Peter Schmid in Tübingen und München katholische Theologie und absolvierte gleichzeitig eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher. Nach einer Tätigkeit als Präfekt am Ellwanger Collegium Borromaeum wurde er im Dezember 1974 zum Diakon geweiht und erwarb im anschließenden Diakonatsjahr in Stuttgart-Weilimdorf Erfahrungen als Seelsorger.

Im April 1976 wurde er in der Basilika von Weingarten von Bischof Georg Moser zum Priester geweiht und war anschließend als Vikar in Westerheim und in der Ulmer Pfarrei St. Elisabeth tätig. Von 1977 bis 1984 war Schmid Repetent und Subregens am Priesterseminar der Diözese in Rottenburg und von 1984 bis 1995 Superior der Franziskanerinnen von Schramberg-Heiligenbronn sowie Gemeindepfarrer (Administrator) der Pfarrei St. Gallus in Heiligenbronn. 1995 wechselte Peter Schmid nach Rottenburg und war zunächst als Geistlicher Begleiter der Pastoralassistent:innen tätig. Im Februar 1996 ernannte ihn Bischof Walter Kasper zum Domkapitular und Leiter der Hauptabteilung Schulen im Bischöflichen Ordinariat. Im Jahr 2002 ging Schmid schließlich als Leiter des Geistlichen Zentrums, als Geistlicher Beirat der Stefanusgemeinschaft und als Administrator der Kirchengemeinde St. Anna nach Heiligkreuztal. Im Jahr 1991 wurde ihm von Papst Johannes Paul II. der Titel eines Päpstlichen Ehrenkaplans im Rang eines Monsignore verliehen.

Beisetzung in Heiligenbronn

Ein Requiem für den Verstorbenen findet in St. Peter und Paul Steinhausen (Bad Schussenried) am Sonntag, 17. März, um 14 Uhr statt. Ein weiteres Requiem findet in Schramberg-Heiligenbronn am Dienstag, 19. März, um 10.30 Uhr mit anschließender Beisetzung statt.

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