Ukraine

Flüchtlinge: Infoabend im Gemeindezentrum

Angebot für Wohnraum-Vermieter: Berater unterschiedlicher Institutionen und Behörden stellen in Tübingen sich und ihre Angebote vor.

An alle, die Wohnraum für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zur Verfügung stellen möchten, richtet sich eine Abendveranstaltung im katholischen Gemeindezentrum St. Johannes in Tübingen am Freitag. Die Teilnehmenden sollen aus erster Hand die wichtigsten Infos über den aktuellen Stand der Versorgungssituation der Geflüchteten sowie über die relevanten Beratungseinrichtungen vor Ort erhalten, sagt Bernward Hecke, Diakon der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Tübingen, die die Veranstaltung gemeinsam mit mehreren Partnern initiiert hat. 

Gleichzeitig bietet der Abend Vermieterinnen und Vermietern die Möglichkeit, die wichtigsten Beraterinnen und Berater persönlich kennenzulernen, und den Menschen aus der Ukraine solle dadurch die tatkräftige Solidarität und Hilfsbereitschaft vor Ort signalisiert werden, sagt Hecke. Vertreterinnen und Vertreter des Tübinger Asylzentrums, des Caritaszentrums Tübingen, des Diakonischen Werks Tübingen, des InFö Bildungs- und Migrationszentrums Tübingen, der Stadtverwaltungen Tübingen und Mössingen sowie des Landkreises Tübingen stellten sich und die Angebote ihrer Häuser und Behörden vor. 

Rechtliche und finanzielle Fragen im Vorfeld klären

Laut Hecke ist es sehr wichtig, sich bewusst zu werden, was es bedeutet, Geflüchtete für einen längeren Zeitraum als ein paar Tage aufzunehmen. So gelte es, sich schon im Vorfeld über finanzielle und rechtliche Aspekte zu informieren. Bedacht werden müsse auch, dass sich die Geflüchteten in einer fremden Umgebung befänden und umso wichtiger sei es daher, dass sie nicht nur eine Unterkunft, sondern auch Personen hätten, die für ihre Fragen und Probleme ansprechbar sind, die die Schutzsuchenden mit dem neuen Umfeld vertraut machten und sie bei Bedarf begleiten und unterstützen könnten, zum Beispiel bei Einkäufen, Behördengängen oder in anderen alltäglichen Belangen.

Viele der Schutzsuchenden hätten zudem Schreckliches erlebt, seien möglicherweise traumatisiert und benötigten professionelle Hilfe. Die einschlägigen Dienste des Caritasverbands – wie die Migrationsberatung für Erwachsene, der Jugendmigrationsdienst, die Caritasdienste für Flüchtlingsarbeit und die Psychologischen Beratungsstellen – böten hier ihre Hilfe an und alle, die Flüchtlingen Wohnraum stellten, seien dazu aufgerufen, bei Bedarf an die entsprechenden Dienste zu vermitteln.

Taizé-Friedensgebet im Anschluss

Stattfinden werde die Informationsveranstaltung am Freitag, 25. März, in der Zeit von 18 bis 19.45 Uhr im Gemeindezentrum an der Bachgasse 3 in Tübingen. Im Anschluss daran, erfolgt ab 20 Uhr die Einladung zu einem gemeinsamen Taizé-Friedensgebet in der Kirche St. Johannes. 

Veranstalter der Informationsveranstaltung im katholischen Gemeindezentrum St. Johannes in Tübingen sind neben der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Tübingen, die Caritas Schwarzwald-Gäu, die Katholische Erwachsenenbildung im Dekanat Rottenburg sowie die Ukrainisch Griechisch-Katholische Gemeinde Stuttgart.

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