Nach dem Studium der katholischen Theologie hatten sich Madeleine Osterberger (Gesamtkirchengemeinde Ludwigsburg), Gabriela Schmoldt (St. Konrad Plochingen im Dekanat Esslingen-Nürtingen), Mirjam Tardel (Seelsorgeeinheit Gäu im Dekanat Böblingen) und Georg Reinelt (Seelsorgeeinheit Bottwartal im Dekanat Ludwigsburg) über den Ausbildungszeitraum von drei oder vier Jahren in Gemeinden, Schulen und an anderen pastoralen Orten auf Beruf des/der Pastoralreferent:in vorbereitet. Mit einem feierlichen Gottesdienst am Samstag, 5. Juli 2025 endete ihre Zeit als Pastoralassistent:innen, gleichzeitig begann damit der Berufsabschnitt als Pastoralreferent:innen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Aufgefordert
Das Leitwort „Und jetzt geh!“ auf der Einladungskarte ist dem Lesungstext entnommen, für den sich die angehenden Pastoralreferent:innen entschieden haben. Im dritten Kapitel des Buches Exodus begegnet Mose Gott im brennenden Dornbusch, und mit den Worten „Und jetzt geh!“ fordert Gott den Propheten auf, das Volk Israel aus Ägypten herauszuführen. Auf Moses unsichere Antwort hin bestärkt Gott diesen Auftrag mit den Worten: „Ich bin bei dir“. Als Evangeliums-Text haben sich die beauftragten Pastoralreferent:innen die Taufe Jesu aus dem Matthäus-Evangelium ausgesucht (Mt 3,13–17).
An der Heilsgeschichte Gottes mitwirken
„‚Und jetzt geh!‘ – So haben Sie es über Ihre Einladungskarte geschrieben und damit zum Ausdruck gebracht, dass Sie bereit sind, diesen Auftrag anzunehmen und an der Heilsgeschichte Gottes mit seinem Volk mitzuwirken, diese Frohe Botschaft heute zu verkündigen in einer Sprache, die die Menschen unserer Zeit verstehen, damit die Menschen, denen Sie begegnen werden, ein Gespür dafür entwickeln können, dass auch sie von Gott geliebte Menschen sind; dass Gott von jedem von uns sagt: ‚Du bist mein geliebter Sohn, du bist meine geliebte Tochter‘“, sagte Bischof Dr. Klaus Krämer in seiner Predigt.
„Sie werden heute beauftragt, Mitarbeiter Gottes zu sein in der pastoral unserer Diözese. Gott spricht Sie an. Er macht Ihnen Mut, sich auf diesen Weg einzulassen. Er sagt Ihnen zu, bei ihnen zu sein und er ermächtigt Sie zum Handeln. „Und jetzt geh!‘ – Was er damals dem Mose gesagt hat, das sagt er heute zu Ihnen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihren Weg als Pilger der Hoffnung, als Zeuginnen und Zeugen der Hoffnung gehen. Denn die Welt braucht solche Zeugen – und auch unsere Kirche braucht solche Zeuginnen und Zeugen.“
Im Vertrauen auf Gott
Mit den Worten „Verkünden Sie das Wort Gottes in Wort und Tat, damit Glaube, Hoffnung und Liebe in den Menschen geweckt und gefestigt werden. Gott begleite Sie mit seinem Segen“ beauftragte Bischof Dr. Klaus Krämer die vier Pastoralassistent:innen zum Dienst als Pastoralreferenten in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Diese antworteten darauf mit: „Im Vertrauen auf Gott nehme ich diesen Auftrag an. Amen.“ Ordinariatsrätin Regina Seneca (Hauptabteilung V – Pastorales Personal) überreichte anschließend die Beauftragungs-Urkunde und Ausbildungsleiterin Beate Dettling (Hauptabteilung I – Ausbildung Pastorale Berufe) übergab das traditionelle Buchgeschenk an die neuen Pastoralreferent:innen.
Die Jugendchöre der Kath. Kirchengemeinde Herrenberg und St. Moriz Rottenburg unter der Leitung von Marianne und Anton Aicher gaben mit frischen Klängen der Feier den passenden musikalischen Rahmen, unterstützt von den Instrumentalisten Christine Dreier (Violine), Atsuko Pfundstein (Oboe), Markus Pfundstein (Tuba) und Niko Aicher (Perkussion).
Die Kollekte des Gottesdienstes geht auf Wunsch der Beauftragten zum einen an die Initiative „HateAid – stärkt die Demokratie im digitalen Raum“. Sie setzt sich dafür ein, die demokratischen Grundwerte in der digitalen Welt zu festigen. Der andere Teil geht an die Ökumenische Hospizinitiative im Landkreis Ludwigsburg e. V. Sie begleitet ambulant Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die von Krankheit, Sterben, Tod und Trauer betroffen sind.


