Jugend

Utopia statt Apokalypse

Foto: BDKJ / BJA

Ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft: Am vergangenen Wochenende fand die Jugendseelsorgetagung der katholischen Jugend der Diözese statt.

„Zukunft ist Pink“. Dieser Musiktitel von Peter Fox stellte das zentrale Anliegen der diesjährigen Jugendseelsorgetagung der Katholischen Jugend der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Rot an der Rot dar: Einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft wagen und mutig ins Handeln kommen. Mit seiner positiven Aussage versammelte der Song die rund 125 Teilnehmenden vom 9. bis 12. Januar zu allen gemeinsamen Tagungseinheiten ins Plenum und stimmte sie gleichzeitig motivierend auf die Inhalte ein.

Die Zukunft in der katholischen Jugendarbeit bringt Veränderungen mit sich, die als Chancen genutzt werden können. Sich von bestehenden Projekten inspirieren lassen und sich untereinander vernetzen.  Eigene Ideen entwickeln, konkretisieren und sie gemeinsam starten. 

Neue und kreative Jugendarbeitmodelle

So lassen sich die Inhalte der drei Tage kurz und knapp beschreiben. Im Detail jedoch fanden zahlreiche Team- und Gruppengespräche, Exkursionen, Workshops und Impulsreferate zu Zukunfts-Szenarien und dem Umgang mit Veränderung statt, die ihren jeweiligen Einfluss auf die Teilnehmenden hatten. Dass diese zu neuen kreativen Jugendarbeitsmodellen führten, zeigte sich zum Abschluss der Tagung. Rund 15 Projektideen stellten die Jugendseelsorger:innen auf den virtuell bereitgestellten Pinnwänden ein. Ob nun das Ehrenamtsfestival in der Seelsorgeeinheit, das Medienkompetenz-Tool für Hauptamtliche oder das Schülercafé im Rahmen der offenen Jugendarbeit auf Gemeindeebene.

Neue Ereignisse als Entwicklungsschritte akzeptieren

Allen gemeinsam ist, dass sie mit der Entscheidungslogik „Effectuation“ konkretisiert wurden, das Menschen in fünf Schritten zum Handeln bringt, auch wenn die Zukunft ungewiss ist und einzelne Faktoren unkalkulierbar sind. Dorothea Lubahn, Effectuation-Trainerin aus München formulierte es so: „Neue Ereignisse und veränderte Umstände können jederzeit im Verlauf des Projektes eintreten. Es geht darum, sie als weitere Entwicklungsschritte zu akzeptieren und sie zu nutzen das Projekt besser anzupassen.“ Offenheit, Spontanität und Flexibilität sind dabei entscheidende Merkmale, um zu Pionieren des Wandels zu werden. Es geht darum, einfach mal zu machen und loszulaufen. Oder wie eine Liedzeile in „Zukunft Pink“ es formuliert: „…und was nicht da ist, musst du erfinden. […] Weil wir die Zukunft sind, seh´ ich die Zukunft pink.“

Diesen Optimismus zeigt Diözesanjugendseelsorgerin Nadine Maier vom Bischöflichen Jugendamt ebenfalls: “Die katholische Jugendarbeit ist mit vielen anregenden Impulsen ins das Jahr 2023 gestartet. Die daraus resultierenden Projektideen können nun gleich mit den ersten kleinen Schritten starten. Denn wir sind überzeugt, dass es zukunftsorientierter ist, sich von Utopien leiten zu lassen, als im apokalyptischen Denken zu verharren.”

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