Bei einer Feierstunde im Bischöflichen Ordinariat in Rottenburg wurden am Mittwochabend Klaus Hilbert, Berufsschulreferent und pädagogischer Geschäftsführer der Marchtaler Internate, sowie Gymnasialreferentin Gabriele Klingberg aus dem Dienst in der Hauptabteilung „Schulen“ der der Diözese Rottenburg-Stuttgart verabschiedet.
"Du hast Deine Segel gesetzt"
Hauptabteilungsleiterin Ute Augustyniak-Dürr würdigte das Engagement Klingbergs als Gymnasialreferentin und sagte: „Du hast Deine Segel gesetzt und einen profilierten Kurs eingeschlagen.“ Dabei habe Klingberg aus der „Fülle eines großen Repertoires“ an Qualifikationen schöpfen können, die sie unter anderem in ihrer vorherigen Tätigkeit als Schuldekanin, als Leiterin eines Religionspädagogischen Instituts sowie in ihrem ehrenamtlichen Engagement – unter anderem für das Zentralkomitee der deutschen Katholiken sowie für die Synodalversammlung erlangte.
Das Konzept der ‚theologischen Tapas‘ entwickelt
Vieles sei in den vergangenen vier Jahren zielbewusst von Klingberg angegangen worden, sagte Augustyniak-Dürr und verwies unter anderem auf die Vorarbeit für die Anpassung des neuen Bildungsplans G 9 in den Bildungsplanforen sowie auf ihr Mitwirken an der neuen diözesanen Missio Canonica-Ordnung. „Du hast dich engagiert für die Gewinnung von Lehrkräfte-Nachwuchs und für die Fortbildung. Neben den Jahres-, Werkstatt-, Erlasstagungen hast du mit der Theologischen Fakultät Tübingen das Konzept der ‚theologischen Tapas‘ entwickelt, Online-Vorträge zu interessanten theologischen Themen. Unterrichtsqualität wie die Zukunftsfähigkeit des Religionsunterrichts insgesamt waren dir gemeinsam mit den Schuldekaninnen und Schuldekanen zentrale Anliegen“, sagte die Hauptabteilungsleiterin weiter. Für ihren beginnenden Ruhestand erhielt Klingberg ein Buch zur „Philosophie des Segelns“ überreicht.
Pragmatisch, effizient und zuverlässig
Es folge die Verabschiedung von Klaus Hilbert. An ihn gewandt erinnerte Augustyniak-Dürr, dass er zehn Jahre lang die Geschicke des beruflichen Religionsunterrichts in diözesaner Zuständigkeit lenkte und zugleich pädagogischer Geschäftsführer der Marchtaler Internate war. Eine Zeitlang seien auch die Religionspädagogischen Institute in seinem Zuständigkeitsbereich gelegen. „Du begleitest fachkundig Stiftungen, das Katholische Institut für berufsorientierte Religionspädagogik und vieles, was einen Kümmerer braucht“, hielt Augustyniak-Dürr fest. Dabei habe Hilbert alles stets pragmatisch, effizient und zuverlässig geregelt. „Wenn es sein muss, organisierst du auch die richtige Klebespritze für die Akustikplatten in den Büros und machst einen Handwerkerrundgang, um sie an die Wände anzubringen. Du bist der Mann für die Bürofasnet und für eine Feierkultur, die sich durch Optimismus und ein herzhaftes Lachen auszeichnet.“
In seine Referentenzeit seien viele wichtige Prozesse gefallen und in all den Jahren sei Hilbert „ein guter Chef und Wegweiser“ gewesen, der sich darüber hinaus, so wie auch Gaby Klingberg, um die Ausbildung pastoraler Lehrkräfte gekümmert habe. Auch für die Marchtaler Internate sei Hilbert immer ansprechbar gewesen und habe Entwicklungen begleitet und vorangetrieben, immer im guten Miteinander mit dem Geschäftsführerpartner auf der Finanzseite.
Mit Blick auf die nach der Verabschiedung nun freiwerdende Zeit sagte Augustyniak-Dürr an Hilbert gewandt: „Die Ideen, diese pastoral zu füllen, sind vielgestaltig“ und für seinen nun beginnenden Ruhestand überreichte sie ihm ein Buch über den Schwarzwald – eine Entdeckungsreise auf dem Westweg.



