Familie

Viel mehr als nur Kommerz und Kitsch

Parcours für Verliebte, entstanden beim Katholikentag in Stuttgart 2022, Foto: Ute Rieck/ DRS - Am 14. Februar 2026, 18:00 Uhr wieder im Dekanat Mühlacker: Valentin mal anders - der Parcours für Paare und Verliebte

Dr. Ute Rieck vom Fachbereich Ehe & Familie, Foto: Ulrich Pfeiffer/ DRS

Kirchengemeinden in der Diözese nehmen den Valentinstag zum Anlass, die Liebe zu feiern und Paarbeziehung zu stärken.

Jedes Jahr am 14. Februar wird dafür geworben, der Liebsten oder dem Liebsten eine Aufmerksamkeit zum Valentinstag zu schenken. Dabei geht es an St. Valentin um viel mehr, als um Geschenke. Dass der Tag der Liebenden christlichen Ursprungs ist, wissen viele nicht. Die Botschaft, die hinter dem Feiertag steht, ist gerade in dieser aktuellen Zeit der sozialen und politischen Unruhen, eine schöne: Die Liebe siegt. 

Die Liebe feiern und Paarbeziehungen stärken 

Der Namensgeber des Tages, der Heilige Valentin, gilt bis heute als Patron der Liebenden. Weltweit, und auch in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, nehmen Kirchengemeinden den Valentinstag gern zum Anlass, Segensgottesdienste für Paare anzubieten und auf diese Weise die Liebe zu feiern und die Paarbeziehung zu stärken. Der Valentinstag kann hierfür ein guter Zeitpunkt sein. So erfahren Paare, dass sie auf ihrem Beziehungsweg von Seiten der Kirche begleitet und inspiriert werden. 

Dem Lieblingsmenschen zeigen, wie wertvoll er ist 

Dr. Ute Rieck, Referentin für den Fachbereich Ehe & Familie in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, erklärt, warum ihr der Tag der Liebenden so wichtig ist: „Der Valentinstag kann ein wunderbarer Anlass dafür sein, seinem Lieblingsmenschen zu zeigen, wie wertvoll er oder sie mir ist. Das kann man/frau selbstverständlich auch an einem anderen Tag. Für mich ist der Tag eine willkommene Gelegenheit, um meinem Mann eine kleine Freude zu machen.“ 

Im Gottesdienst Zuspruch bekommen 

Dass diese kleine Freude nicht materieller Art sein muss, erzählt sie mit einer Geschichte aus ihrer Arbeit: „Ich erinnere mich an ein Paar, er im Ruhestand, sie Anfang 60, die zu der Zeit eine Beziehungskrise hatten. Zum Valentinstag besuchten sie einen Segensgottesdienst und erzählten im Nachhinein, wie wertvoll für sie dieser Moment war, einen Zuspruch zu sich und ihrer Liebe bekommen zu haben. Es tat ihnen so gut, dass sie danach wieder neu aufeinander zugehen konnten. Die Frau sagte: ´Ich fand es berührend, mit meinem Partner im Gottesdienst einen Zuspruch bekommen zu haben. Das hat uns in dieser Krisenzeit sehr gestärkt.`" 

Historischer Hintergrund

Der Valentinstag gilt als Tag der Liebenden und geht auf den christlichen Märtyrer Valentin von Terni (Italien) aus dem 3. Jahrhundert zurück, der Liebespaare trotz Verbots nach christlichem Ritus traute, obwohl dies unter Kaiser Claudius II. streng verboten war. Der Legende nach soll Valentin den sich liebenden Paaren auch Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. 

Am 14. Februar 269 wurde Valentin hingerichtet. Papst Gelasius I. erklärte im Jahr 469 den Todestag zum Gedenktag. Im Mittelalter, insbesondere in England und Frankreich, entwickelte sich der Tag durch Dichter wie Geoffrey Chaucer zum Feiertag der romantischen Liebe. 

US-Soldaten brachten den Tag der Liebenden nach Deutschland 

Nach Deutschland kam der Valentinsbrauch in den 1950er Jahren durch US-Soldaten. 1950 fand der erste „Valentinsball“ in Nürnberg statt. Später förderte auch die Floristik- und Süßwarenindustrie die Bekanntheit des Gedenktages. 
 

Heute ist der Valentinstag ein weltweit bekannter Tag, der neben Liebespaaren auch Freundschaften und Familie feiert. 

Der Fachbereich Ehe und Familie der Hauptabteilung XI hat auch in diesem Jahr wieder eine Sammlung von Gottesdiensten und anderen Angeboten für Paare rund um diesen Tag erstellt. Die Auflistung finden Sie HIER

Infos über den Parcours für Paare und Verliebte finden Sie HIER

Zudem gibt es wieder einen Sofa-Gottesdienst als Podcast, der für alle zugänglich ist: PODCAST 

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