Pilgern

Vielfältige Angebote zum Pilgern

Ein zentraler Bestandteil des Jahresprogramms 2026 in der Diözese ist das „Samstagspilgern“. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Ein zentraler Bestandteil des Jahresprogramms 2026 in der Diözese ist das „Samstagspilgern“, das vielen Interessierten einen Einstieg in das Pilgern bietet. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Neues Pilgerjahr 2026 startet auf den Martinuswegen mit besonderen und abwechslungsreichen Veranstaltungen. Samstagspilgern als Angebot zum Einstieg.

Mit einem abwechslungsreichen Programm startet 2026 das neue Pilgerjahr auf den Martinuswegen in Baden-Württemberg sowie auf dem europäischen Pilgerweg Via Sancti Martini. „Zahlreiche Veranstaltungen und Etappen laden Interessierte dazu ein, sich auf den Weg zu machen – sei es zum ersten Kennenlernen des Pilgerns oder für erfahrene Pilgerinnen und Pilger“, sagt Monika Bucher, Vorsitzende der St. Martinus-Gemeinschaft mit Sitz in Rottenburg.

Angebote für Trauernde

Im Laufe des Jahres gibt es viele weitere besondere Veranstaltungen, berichtet Achim Wicker, Geschäftsführer der St. Martinus-Gemeinschaft, und zählt auf: „Im April begleiten die beiden Lamas Cuszo und Puntito Pilgerinnen und Pilger von Pfullingen nach Ohmenhausen auf der Reutlinger Alb; am Gründonnerstag findet in Rottenburg erstmals ein nächtliches Pilgerangebot für Männer statt, während im Juni in Isny eine nächtliche Pilgeretappe geplant ist. Ergänzt wird das Programm durch besondere Angebote wie Pilgern für Trauernde, ‚Pilgern statt Shoppen‘ im Advent und durch ökumenische Abendandachten entlang des Martinuswegs“.

Flexible Teilnahme

Ein zentraler Bestandteil des Jahresprogramms ist auch 2026 das beliebte „Samstagspilgern“. Gemeinsam mit Dekanaten und ausgebildeten Pilgerbegleiterinnen und -begleitern werden dabei unterschiedliche Etappen des Martinuswegs in Baden-Württemberg und in der Diözese Augsburg erschlossen. „Für viele Teilnehmende ist eine solche Etappe ein Einstieg in das Pilgern, während andere sich jedes Jahr aufs Neue auf die gemeinsamen Wege freuen“, berichtet Bucher. Im Dekanat Balingen findet laut Wicker zudem regelmäßig das Angebot „Schweigend um den Stausee“ statt, das an der Wallfahrtskirche auf dem Palmbühl startet, und er sagt: „Die meisten Pilgeretappen sind als Halb- oder Tageswanderungen angelegt und ermöglichen so eine flexible Teilnahme.“ Unter dem Motto „Pilgern für alle – barrierefrei, leicht, mutmachend“ werde es 2026 zudem wieder kürzere und besonders zugängliche Etappen im Angebot geben. „Ziel ist es, Pilgerangebote zu schaffen, an denen möglichst viele Menschen teilnehmen können – unabhängig von individuellen Voraussetzungen“, sagt der Geschäftsführer.

Zum Hintergrund:

Im Jahr 2011 wurde der Martinusweg durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart als erster Martinuspilgerweg in Deutschland eröffnet. Er verbindet entlang einer Achse die beiden „Martinsorte“ Szombathely und Tours. Aus dieser Achse ergibt sich ein Hauptweg von Tannheim bei Biberach nach Schwaigern bei Heilbronn. Um auch andere Martinskirchen in der Diözese mit dem Martinusweg und seinem geistlichen Anliegen eines Pilgerwegs in Verbindung zu bringen, gibt es weitere Regionalwege des Martinuswegs, die auf diesen Hauptweg zuführen (vom Bodensee über das Allgäu nach Biberach, von Mergentheim nach Heilbronn, von Sigmaringen nach Hechingen und von Zwiefalten über Reutlingen nach Rottenburg). In Baden-Württemberg sind 1.300 Kilometer des Martinuswegs ausgeschildert. Viele weitere Informationen zum Wegverlauf, Aktivitäten und Pilgerangeboten finden sich hier.  

Im Herbst 2016 wurde ein europäischer Martinusweg „Via Sancti Mar­tini“ von Szombathely in Ungarn über Österreich, Bayern, die Diözese Rottenburg-Stuttgart, die Erzdiözese Freiburg, Speyer, Worms, Trier und Luxemburg nach Tours in Frankreich eröffnet. Auch in diesen Diözesen werden Pilgertage auf dem Martinsweg angeboten. Alle Informationen zu den Etappen, Übernachtungsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten finden sich online  

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