Sternsinger

Vielfalt und Respekt als „königliche“ Aufgaben

Auf seiner Tour durch Deutschland und auf dem Weg zum Katholikentag in Stuttgart hat das Sternsingermobil mehrere Orte im Dekanat Ehingen-Ulm besucht. Foto: DRS/Jerabek

Besuch des Sternsingermobils in Einsingen: Spielerisch lernen Kinder, dass Liebe und ein Lächeln Schlüssel zu mehr Frieden sind.

Viele kleine „Königinnen“ und „Könige“ wuseln durchs Klassenzimmer. Die Kronen aus Pappe, die sie tragen, haben sie alle gemeinsam. Und doch sind natürlich alle Kinder einzigartig. Im Gespräch und im Spiel sollen sie lernen oder sich wieder bewusst machen, dass Unterschiede eine Chance bedeuten. Auf einer Tour durchs Dekanat Ehingen-Ulm hat das Sternsingermobil an der Grundschule Einsingen Station gemacht. Thema ist „Vielfalt und Respekt“.

„Was macht dich einzigartig?“ – „Was habt ihr gemeinsam?“ – Christina Ciecierski und Isabel Mahler entlocken den Dritt- und Viertklässlern ganz viele tolle Einzigartigkeiten – besondere Fähigkeiten und Vorlieben – und kommen mit ihnen darüber ins Gespräch, wie es funktionieren kann, „dass alle gut leben“. Unterstützung bekommen die beiden Frauen vom Sternsingermobil via Bildschirm von dem bekannten Fernsehmoderator und Reporter Willi Weitzel: In einem kurzen Film reist er in den Libanon, um zu sehen, wie ein friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft, Kultur und Religion auch unter schwierigen Umständen gelingen kann.

Mit Liebe und Lächeln zu mehr Frieden

Es geht um die Goldene Regel („Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“), die sich auf bestimmte Weise in allen Religionen wiederfindet, und darum, dass Frieden im Kleinen anfängt, im respektvollen Miteinander im Alltag. Die Schülerinnen und Schüler erfahren auch, wie das Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ Friedensprojekte im Libanon und in vielen anderen Ländern unterstützt. „Liebe und ein Lächeln sind Schlüssel zum Frieden in der Welt“, gibt der TV-Star im Film den Kindern mit auf den Weg.  Im „realen“ Gespräch mit Christina Ciecierski und Isabel Mahler und im Spiel, das der berühmten Quizshow „1, 2 oder 3“ nachempfunden ist, stellen sie unter Beweis, dass sie gut aufgepasst haben.

Segen bringen und helfen

„Die Kinder waren aufmerksam dabei und haben definitiv etwas mitgenommen“, lobt Schulleiterin Gabriele Hegele-Schatz. Obwohl der 45-minütige Besuch beim Sternsingermobil ein freiwilliges Angebot am Nachmittag ist, haben sich ganz viele Kinder dafür angemeldet. Gemeindereferent Michael Lobenhofer, der Religionslehrer an der Grundschule Einsingen ist, erklärt den Schülerinnen und Schülern noch, was es mit dem „Sternsingen“ auf sich hat und dass jeder und jede mitmachen kann, wenn Kinder am Dreikönigstag (hoffentlich) wieder von Haus zu Haus ziehen, um den Segen Gottes zu bringen und Geld für Hilfsprojekte in aller Welt zu sammeln.

Seit knapp vier Jahren fährt das Sternsingermobil quer durch Deutschland und informiert über die Arbeit des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ und Themen der Einen Welt. Auf Anregung und durch die Koordination von Schwester Marlies Göhr, der Dekanatsbeauftragten Schulpastoral/Kirche und Schule, machte der weiße, aufklappbare Transporter an mehreren Orten im Dekanat Ehingen-Ulm Station, bevor er jetzt auf dem Katholikentag in Stuttgart präsent ist.