Brauchtum

Vom Georgenberg in die Georgsbasilka

Porträtbild

Festprediger und Reliquienträger Abtpräses Jeremias Schröder - Foto: Privat

Abtpräses der Missionsbenediktiner kommt als Festgast zum Sankt-Georgs-Ritt nach Ochsenhausen.

Abt Jeremias Schröder leitet das Benediktinerkloster St. Georgenberg bei Stans im Tiroler Inntal. „Unser gemeinamer Patron St. Georg erinnert uns daran, dass in der Welt oft ein Kampf zwischen Licht und Dunkel, zwischen Gut und Böse stattfindet“, schreibt der Festprediger beim 48. Sankt-Georgs-Ritt den Ochsenhausenern. Am Sonntag, 5. Mai, steht er dem Pontifikalamt um 9 Uhr in der Basilika vor und segnet ab 12 Uhr mit der Georgs-Reliquie die Reiter:innen bei der Prozession zu Pferd durch Stadt und Flur. Sieben Musikkapellen begleiten den Umritt.

„Gottes Schöpfung – ein Geschenk mit Verantwortung“, so lautet das Thema des diesjährigen Sankt-Georgs-Ritts. Die Wertschätzung und Achtung der Schöpfung und die nachhaltige Sorge um sie stünden im Mittelpunkt der Feierlichkeiten, erklärt Pater Johannes-Baptist Schmid. Der Prämonstratenser leitet nach dem plötzlichen Tod von Pfarrer Jochen Boos neben seinen Aufgaben in der Seelsorgeeinheit Rot-Iller vertretungsweise auch die Seelsorgeeinheit St. Benedikt Ochsenhausen.

Ochsenhausen hat benediktinische Tradition

Ochsenhausen war bis zur Aufhebung im Jahr 1803 ein Benediktinerkloster. Bereits letztes Jahr war ein Vertreter dieses Ordens zu Gast - der kürzlich verstorbene ehemalige Abrprimas Notker Wolf. Jeremias Schröder ist ist Abt in Georgenberg und zugleich Präses der Kongregation der Missionsbenediktiner von St. Ottilien. Zu ihr gehören 21 selbständige Klöster mit etwa 1000 Mönchen. "Abt Jeremias freut sich sehr auf den Sankt-Georgs-Ritt und das gemeinsame Feiern", berichtet Pater Johannes-Baptist.

Ablauf der Festlichkeiten

Das Pontifikalamt am 5. Mai um 9 Uhr in der Basilika gestalten Basilikachor sowie Sängerinnen und Sänger aus dem Dekanat unter der Leitung von Thomas Fischer mit der Missa in G von Christopher Tambling. Um 11.45 Uhr wird die Reliquie bei der Mariensäule an Abt Jeremias übergeben, so dass um 12.00 Uhr die Reiterprozession am Oberen Busbahnhof beginnen kann. Der Ritt, der bei jeder Witterung stattfindet, geht dann über die Schlosstrasse, die Adlerbrücke und die Lerchenstrasse aus Ochsenhausen hinaus und führt weiter über Erlenmoos, Eichbühl, Oberstetten, Ziegelweiher bis in den Klosterhof hinein. Dort werden die Reiterinnen und Reiter der zweiten Hälfte gesegnet, ehe der Festtag dann mit einer Dankandacht um 14.30 Uhr in der Basilika St. Georg beschlossen wird. Zuvor findet um 13.30 Uhr noch ein kleines Orgelkonzert in der Basilika statt.

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